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IV. Ein Menilmontant von Bruant

Originaltitel: IV. A Menilmontant de Bruant

Künstler
Henri de Toulouse-Lautrec
Datierung
1898
Technik
Lithograph printed with beige tint stone on laid paper
Maße
19-3/4 x 14-7/8 in. (50.2 x 37.8 cm)
Herkunft
Gift of Mrs. H. Wolf, 1917

kurzbeschreibung

Henri de Toulouse-Lautrec schuf 1898 die Lithografie „IV. Ein Menilmontant von Bruant“, die eine Frau im Profil wiedergibt. Das Blatt gehört zu einer Folge, die dem Chansonnier Aristide Bruant und dessen Umfeld gewidmet ist. Gedruckt wurde es auf Büttenpapier unter Verwendung eines beigen Tonsteins.

Beschreibung

Im Profil erscheint die Frau, den Blick nach oben gewendet. Sie trägt ein Kleid mit auffälligem Ausschnitt, das Haar ist zu einem lockigen Knoten aufgesteckt. Grobe, doch präzise Striche formen die Gesichtszüge. Vertikale Streifen deuten im Hintergrund ein Fenster oder eine Tür an. Grau dominiert die Farbigkeit, der Hintergrund ist leicht beige gehalten, der Vordergrund in dunkleren Graunuancen.

Kontext

Als Hommage an Aristide Bruant, den populären Kabarettsänger und Besitzer des „Mirliton“ in Montmartre, entstand 1898 Toulouse-Lautrecs Serie „Menilmontant“. Bruant, der oft in Arbeiterkleidung mit rotem Schal auftrat, besang das Pariser Arbeiterviertel Ménilmontant. In einer Phase, in der Toulouse-Lautrec vor allem für seine Plakate und Druckgrafiken bekannt war, entstanden diese Lithografien. Die Serie kam als Mappe mit mehreren Blättern heraus.

Wirkung

Durch die groben Linien und den nach oben gerichteten Blick erhält die Figur eine ausdrucksstarke, beinahe monumentale Präsenz. Die Beschränkung auf Grautöne und die angedeutete Hintergrundarchitektur lenken den Blick ganz auf Haltung und Mimik der Frau. Unmittelbar und spontan wirkt das Bild – ein Beleg für Lautrecs Gabe, Charaktere mit wenigen Strichen zu fassen.

Technik

Eine Lithografie, gedruckt mit einem beigen Tonstein auf Büttenpapier, liegt hier vor. Das lithografische Verfahren gestattet feine Grauabstufungen, die über die unterschiedliche Fetthaltigkeit der Tusche und den Druckdruck gesteuert werden. Der Tonstein sorgt für eine gleichmäßige, warme Grundierung, von der sich die dunkleren Linien des Motivs abheben.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)