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Miss May Belfort (Großes Blatt)

Originaltitel: Miss May Belfort (Large Plate)

Künstler
Henri de Toulouse-Lautrec
Datierung
1895
Technik
Crayon and spatter lithograph printed in black ink on wove paper; first state
Maße
Image: 19 9/16 × 13 3/8 in. (49.7 × 34 cm) Sheet: 22 13/16 × 16 1/8 in. (57.9 × 41 cm)
Herkunft
Bequest of Scofield Thayer, 1982

kurzbeschreibung

Henri de Toulouse-Lautrec schuf 1895 diese Lithografie mit Kreide- und Spattertechnik auf Büttenpapier. Sie zeigt die irische Sängerin May Belfort in einem langen, fließenden Kleid mit breitem Kragen und einer Mütze, die ihr Gesicht teilweise verdeckt. Belfort blickt nach links und hält ein Requisit, das an einen Hut oder Schirm erinnert. Das Blatt ist der erste Zustand in schwarzer Tinte.

Beschreibung

Aufrecht steht die Frau im Zentrum des Blattes, den Blick nach links gewandt. Ein breiter Kragen und eine Mütze umrahmen das Gesicht, das teilweise im Schatten liegt. Ihre rechte Hand hält ein längliches Objekt, das wie ein Hut oder Schirm wirkt. Vorne deutet sich ein Teil eines Möbelstücks an, vielleicht ein Tisch oder Podest. Von vorne fällt Licht und betont die Konturen der Figur.

Kontext

May Belfort war eine bekannte Sängerin in den Pariser Kabaretts der 1890er Jahre, die oft in kindlichen oder exzentrischen Kostümen auftrat. Toulouse-Lautrec porträtierte sie mehrfach, auch auf Plakaten für ihre Auftritte. Die Lithografie entstand, als der Künstler regelmäßig Bühnenkünstlerinnen und Bühnenkünstler porträtierte und ihre Bühnenpräsenz festhielt. Gedruckt wurde das Werk als erster Zustand in schwarzer Tinte auf Büttenpapier.

Wirkung

Die Beschränkung auf Schwarz-Weiß und die sparsame Linienführung lenken den Blick auf die Figur und ihre Haltung. Dass das Gesicht teilweise verdeckt bleibt, erzeugt eine distanzierte, fast geheimnisvolle Wirkung. Kreide und Spattertechnik verleihen der Fläche eine lebendige Textur, die das Blatt trotz seiner Schlichtheit dynamisch erscheinen lässt.

Technik

Gedruckt wurde die Lithografie mit Kreide (Crayon) und Spattertechnik in schwarzer Tinte auf Büttenpapier. Die Kreide ermöglicht weiche Übergänge und feine Schattierungen, während die Spattertechnik (Aufspritzen von Tusche) eine körnige Struktur in die Flächen bringt. Der Abzug erfolgte in einem ersten Zustand, das heißt vor späteren Überarbeitungen.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)