Réjane und Galipaux in Madame Sans-Gêne (1893, Met-Objekt 858)
Originaltitel: Réjane and Galipaux, in Madame Sans-Géne
kurzbeschreibung
Henri de Toulouse-Lautrec schuf 1893 diese Crayon-Lithografie, die zwei Darsteller in einer Szene aus dem Theaterstück Madame Sans-Gêne zeigt. Gedruckt wurde das Blatt in Schwarz auf Büttenpapier; es existiert nur eine Auflage. Der Druck fängt einen bewegten Augenblick des Bühnengeschehens ein.
Beschreibung
Zwei Hauptfiguren sind in einer lebhaften Pose zu sehen. Die vordere Person trägt Hut und Kleid, ihre Arme sind ausgestreckt, der Blick richtet sich nach rechts. Die zweite Figur rechts, ebenfalls im Kleid, scheint die erste zu führen oder zu stützen; auch bei ihr sind die Arme ausgestreckt. Eine dritte, nur angedeutete Gestalt erscheint ohne Details im Hintergrund. Der Bildaufbau betont Bewegung und Zusammenspiel, das Licht fällt gleichmäßig und ohne Schatten.
Kontext
Die Lithografie entstand 1893, im Jahr der Uraufführung von Victorien Sardous erfolgreichem Stück Madame Sans-Gêne. Das Publikum im Pariser Théâtre du Vaudeville feierte die Aufführung, und die Schauspielerin Réjane wurde durch ihre Rolle berühmt. Lautrec, der für seine Plakate und Druckgrafiken bekannt war, hielt oft das Nachtleben und Theaterleben von Paris fest. Dieses Blatt war als Einzeldruck gedacht, nicht als Teil einer Serie.
Wirkung
Die expressiven Linien und die dynamischen Körperhaltungen lassen die Szene unmittelbar lebendig erscheinen. Der Betrachter wird in den dramatischen Moment hineingezogen, obwohl nur wenige Einzelheiten ausgeführt sind. Weil das Bild auf Schwarz-Weiß beschränkt bleibt, lenkt nichts von Bewegung und Ausdruck ab.
Technik
Bei dieser Crayon-Lithografie wurde mit fettigen Kreiden auf einen Stein gezeichnet und anschließend auf Büttenpapier gedruckt. Der Druck erfolgte in Schwarz; es liegt nur ein Zustand vor (only state). Diese Technik ermöglicht weiche, breite Linien und eine flächige Wirkung, wie sie für Lautrecs Druckgrafik typisch ist.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)