Die Loge mit der vergoldeten Maske (1894, Met-Objekt 857)
Originaltitel: The Box with the Gilded Mask
kurzbeschreibung
1894 entstand Henri de Toulouse-Lautrecs Lithografie „Die Loge mit der vergoldeten Maske“. Gedruckt wurde das Blatt in fünf Farben auf Büttenpapier. Zu sehen ist eine Theaterszene: zwei Personen in einer Loge, darunter eine goldene Maske. Überliefert ist das Werk als Einzeldruck in nur einem Zustand.
Beschreibung
In einer Theaterloge sitzen zwei Figuren: eine Frau mit rotem Haar, Brille und Zigarette, in schwarzem Kleid und Mütze, daneben eine nur teilweise sichtbare Person. Roter Hintergrund mit Vorhängen. Unter der Loge erscheint ein goldener, grinsender Kopf, der an ein Maskottchen erinnert. Rot, Gold und Schwarz bestimmen die Farbpalette, dazu weiße Akzente. Von oben fällt Licht und hebt die Figuren sowie die Loge hervor.
Kontext
Toulouse-Lautrec schuf das Blatt 1894 in Paris, in einer Phase, in der er sich stark mit dem Nachtleben und der Unterhaltungskultur beschäftigte. Die Lithografie gehört zu seiner Reihe von Theater- und Kabarettszenen, in denen oft Figuren aus dem Publikum oder von der Bühne auftauchen. Die vergoldete Maske lässt sich auf die Tradition der Maskeraden und die künstliche Atmosphäre der Vergnügungsorte beziehen. Dass nur ein Zustand überliefert ist, spricht für eine begrenzte Auflage oder einen experimentellen Druckvorgang.
Wirkung
Leuchtendes Rot, Gold und Schwarz erzeugen eine opulente, beinahe theatralische Stimmung. Die rauchende Frau mit Brille wirkt unmittelbar und alltäglich, während die goldene Maske eine irritierende, symbolische Note beisteuert. Die Spannungen zwischen Realität und Maskerade machen das Blatt zu einem fesselnden Beispiel der Belle Époque.
Technik
Ausgeführt wurde die Lithografie mit Kreide, Pinsel und Spattertechnik sowie einem Schaber. Die fünf Farben kamen auf Büttenpapier, wobei die Spattertechnik eine körnige, strukturierte Oberfläche erzeugt. Der Schaber ermöglichte feine Lichter und Kontraste.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)