Am Fuße des Sinai
Originaltitel: Au Pied du Sinaï
kurzbeschreibung
Anders als viele seiner Plakate für Pariser Vergnügungslokale zeigt Henri de Toulouse-Lautrec in der Lithographie „Am Fuße des Sinai“ von 1897 eine weite Wüstenlandschaft. Vorn stehen Gebäude, dahinter erhebt sich ein Berg. Der Druck in fünf Farben auf Vellum begleitete eine Ausgabe mit einem Text von Georges Clemenceau.
Beschreibung
Breit gelagert wirkt das Blatt: rechts der Berg, links im Vordergrund die Bauten. Ein Himmel in warmen Tönen lässt an frühen Morgen oder späten Abend denken. Brauntöne bestimmen die Palette und unterstreichen die trockene Kargheit der Wüste. In die Ansicht eingefügt sind die Schriftzüge „G. Clemenceau“, „Au pied du Sinaï“, „illustre par H. de Toulouse-Lautrec“ und „H. Floury, Editeur“.
Kontext
1897 entstand diese Lithographie als Illustration zu Georges Clemenceaus Text „Au pied du Sinaï“, herausgegeben von H. Floury. Toulouse-Lautrec war damals längst etabliert und für Plakate und Lithographien bekannt, die häufig das Nachtleben von Paris schilderten.
Wirkung
Die warmen Töne und der ruhige Aufbau verleihen dem Bild eine meditative Stimmung. Weil fast nur Brauntöne verwendet sind, bekommt die Szene etwas Erdenschweres, das die karge Wüste spürbar macht.
Technik
Das Motiv entstand als Lithographie in fünf Farben auf Vellum. Zarte Linien und Schattierungen verraten das Verfahren: Mit Fettkreide wird auf den Stein gezeichnet und anschließend gedruckt.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)