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Das Korsett schnüren – Eine flüchtige Eroberung, aus der Serie "Elles"

Originaltitel: Fastening a Corset – A Passing Conquest, from "Elles"

Künstler
Henri de Toulouse-Lautrec
Datierung
1896
Technik
Crayon, brush and spatter lithograph with scraper printed in five colors on wove paper
Maße
sheet: 20 11/16 x 15 15/16 in. (52.5 x 40.5 cm)
Herkunft
Alfred Stieglitz Collection, 1949

kurzbeschreibung

1896 entstand Henri de Toulouse-Lautrecs Blatt „Das Korsett schnüren – Eine flüchtige Eroberung“ als Teil seiner Serie „Elles“. Zu sehen ist eine Frau, die sich ein Korsett anlegt, während ein Mann im Anzug danebensteht und zusieht. Ausgeführt wurde die Arbeit als Lithografie mit Kreide, Pinsel und Spritztechnik in fünf Farben auf Büttenpapier.

Beschreibung

In weißem Oberteil und gelber Hose ist die Frau damit beschäftigt, ihr Korsett zu schnüren. Ein Herr mit Zylinder und Anzug beobachtet sie. An der Wand hängt ein Gemälde, das eine Frau in ähnlicher Haltung zeigt. Der Raum wirkt karg: ein Sessel, ein Tisch mit einem Buch darauf. Pastelltöne bestimmen das Bild, grüne und blaue Akzente setzen Akzente im Hintergrund. Von vorn einfallendes Licht rückt die Figuren hervor.

Kontext

Das Motiv gehört zu Toulouse-Lautrecs 1896 entstandener Folge „Elles“, in der er das Leben von Frauen in Bordellen festhielt. Grundlage waren eingehende Beobachtungen des Künstlers in der Pariser Halbwelt. Gezeigt wird eine alltägliche, vertraute Situation, die dennoch das soziale Gefälle zwischen der Frau und ihrem Besucher erkennen lässt. Der Titel „Eine flüchtige Eroberung“ deutet die Kürze der Begegnung an, ohne sie zu bewerten.

Wirkung

Pastellige Töne und eine lockere, skizzenhafte Linienführung geben dem Blatt etwas Unmittelbares, Beiläufiges. Die entspannte Haltung der Figuren und die dürftige Einrichtung des Raums schaffen eine Atmosphäre, die intim und zugleich distanziert wirkt. Spritztechnik und kräftige Konturen steigern die Lebendigkeit, ohne dass die Szene ins Anekdotische kippt.

Technik

Toulouse-Lautrec arbeitete für dieses Blatt mit Kreide, Pinsel und Spritztechnik, dazu kam ein Schaber. Gedruckt wurde in fünf Farben auf Büttenpapier, was eine abgestufte Farbwirkung erlaubt. Die Spritztechnik hinterlässt feine Punkte, die dem Bild eine eigene Textur geben; der Schaber diente dazu, Lichter zu setzen und Korrekturen vorzunehmen.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)