Der Fotograf Sescau (Le Photographe Sescau)
Originaltitel: The Photographer Sescau (Le Photographe Sescau)
kurzbeschreibung
1894 entwarf Henri de Toulouse-Lautrec die Lithographie „Der Fotograf Sescau“, die als Anzeige für das Fotoatelier von Paul Sescau in der Rue Pigalle in Paris diente. Zu sehen sind eine Frau in einem rot gestreiften Kleid, die eine Maske trägt und eine Pfeife hält, sowie ein Fotograf mit einer Kamera auf einem Stativ. Der Druck erfolgte in vier Farben auf maschinengewebtem Papier.
Beschreibung
Links im Vordergrund erscheint eine Frau in einem auffälligen, rot gestreiften Kleid; sie trägt eine Maske und hält eine Pfeife. Rechts bedient ein Fotograf in einem blau-weiß karierten Hemd und einer Hose eine Kamera auf einem Stativ. Die Adresse „9, Place Pigalle“ ist in roter Schrift oben zu lesen. Unten steht der Name „P. Sescau“ mit der Berufsbezeichnung „Photographe“ und einem kleinen Elefanten. Vor hellgrünem Grund dominieren die Farben Rot, Blau und Gelb.
Kontext
Das Plakat von 1894 warb für das Fotoatelier von Paul Sescau an der Place Pigalle, die im Vergnügungsviertel Montmartre liegt. Toulouse-Lautrec, der oft Künstler und Unterhaltungskünstler dieser Gegend porträtierte, schuf das Blatt, als die Lithographie als Plakatkunst aufkam. Die maskierte Frau spielt auf die Verbindung von Fotografie und Theater an, die in Sescaus Atelier gepflegt wurde.
Wirkung
Kräftige Farbkontraste und ein klarer, plakativer Bildaufbau prägen das Blatt. Die Frau mit Maske und Pfeife wirkt rätselhaft und gibt dem Ganzen einen spielerischen, beinahe ironischen Zug. So entsteht eine lebendige, mondäne Stimmung, wie sie für die Pariser Unterhaltungskultur der 1890er Jahre kennzeichnend war.
Technik
Die Lithographie wurde in vier Farben auf maschinengewebtem Papier gedruckt. Rot, Blau, Gelb und Grün erscheinen in Flächen, die Konturen bleiben klar und vereinfacht. Toulouse-Lautrec setzte die Lithographie ein, um mit wenigen Farben eine starke grafische Wirkung zu erreichen – ein Kennzeichen seiner Plakatkunst.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)