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Marguerite De Gas, die Schwester des Künstlers

Originaltitel: Marguerite De Gas, the Artist's Sister

Künstler
Edgar Degas
Datierung
1860–62
Technik
Etching and drypoint; unique impression of the second state of six
Maße
Plate: 4 9/16 × 3 7/16 in. (11.6 × 8.8 cm) Sheet: 5 1/16 × 3 15/16 in. (12.8 × 10 cm) Mat: 12 × 9 11/16 in. (30.5 × 24.6 cm) Framed: 15 × 12 in. (38.1 × 30.5 cm)
Herkunft
Purchase, Charles and Jessie Price, Friends of Drawings and Prints, and Barbara and Howard Fox Gifts, A. Hyatt Mayor Purchase Fund, Marjorie Phelps Starr Bequest, and Charles Z. Offin Fund, 2020

kurzbeschreibung

Anders als viele Porträts von Familienmitgliedern seiner Zeit bleibt dieses Bildnis von Marguerite, der Schwester des Künstlers, ganz auf den Moment des Innehaltens konzentriert. Edgar Degas schuf es 1860–62 als Radierung mit Kaltnadel; vom zweiten von insgesamt sechs Zuständen existiert nur dieser eine Abzug. Das kleine Blatt misst 11,6 × 8,8 cm (Platte) und ist ausschließlich in Schwarz-Weiß ausgeführt.

Beschreibung

Marguerite führt ihre rechte Hand zum Gesicht – eine Geste, die Zärtlichkeit oder Nachdenken ausdrücken kann. Der Kopfschmuck ist reich mit Blumenmustern verziert, das Gewand zeigt Falten und Rüschen. Ein dunkler, ungegenständlicher Fond lässt die Figur hervortreten. Die Linien sind exakt geführt und arbeiten Texturen ebenso wie den Ausdruck heraus.

Kontext

Entstanden ist das Blatt in einer frühen Phase von Degas’ Laufbahn, noch vor seiner Hinwendung zum Impressionismus. Eine Italienreise ging voraus, auf der er sich die Radiertechnik aneignete. Das Bildnis der Schwester verrät den Einfluss der alten Meister, besonders der Renaissance-Porträtkunst. Unter seinen damaligen Druckgrafiken stellt es eine seltene Arbeit dar.

Wirkung

Die vertraute Handbewegung und die genaue Schilderung des Kopfschmucks ergeben eine ruhige, beinahe zerbrechliche Stimmung. Weil das Format so klein ist, rückt der Betrachter näher an die Person heran, wodurch das Persönliche des Bildes sich verstärkt.

Technik

Radierung und Kaltnadel kommen zusammen zum Einsatz, wobei die Kaltnadel feine, gratige Linien hinterlässt. Die schwarzen Töne und die sichere Strichführung belegen großes handwerkliches Können. Dass nur ein einziger Abzug des zweiten Zustands vorliegt, spricht für einen versuchsweisen Arbeitsprozess.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)