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Schmollen

Originaltitel: Sulking

Künstler
Edgar Degas
Datierung
ca. 1870
Technik
Oil on canvas
Maße
12 3/4 x 18 1/4 in. (32.4 x 46.4 cm)
Herkunft
H. O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H. O. Havemeyer, 1929

kurzbeschreibung

In „Schmollen“ von Edgar Degas, entstanden um 1870, begegnen sich eine Frau und ein Mann in einem Interieur. Während sie sich über einen Tisch beugt, vertieft er sich in eine Zeitung. Der Künstler verbindet hier realistische Beobachtung mit impressionistischen Anklängen.

Beschreibung

Der Blick gleitet zunächst über die breit gelagerte Anordnung, in der die beiden Figuren mittig sitzen. Die Frau im grauen Kleid mit roten Nuancen lehnt sich über die Tischplatte, der Mann im dunklen Anzug liest auf der Tischkante sitzend. Auf dem Tisch liegen Zeitungen, ein Buch und ein tintenfassähnliches Gefäß. Ein Wandbild mit Pferden und Reitern schmückt den Raum, links öffnet sich eine Tür, rechts steht ein Bücherregal mit einem Blatt Papier. Gedämpfte Braun- und Grautöne prägen die Farbigkeit, das Licht fällt weich und von vorn.

Kontext

Das Bild entstand in einer Schaffensphase, in der Degas sich verstärkt Alltagsszenen und seelischen Momenten zuwandte. Als Modell für die Frau wird die Malerin und Freundin des Künstlers, Éva Gonzalès, vermutet. Degas gehörte zwar zur impressionistischen Bewegung, entwickelte jedoch eine eigenständige, streng durchdachte Bildsprache, die sich von den Freilichtmalereien seiner Kollegen absetzte.

Wirkung

Die verhaltenen Farben und der ruhige Aufbau verleihen dem Bild eine intime, nachdenkliche Stimmung. Die Haltung der Frau und die abweisende Geste des Mannes erzeugen eine feine Spannung, die den Betrachter verweilen lässt. Man spürt die leise Distanz zwischen den Figuren.

Technik

Ausgeführt in Öl auf Leinwand, misst das Gemälde 32,4 × 46,4 Zentimeter. Degas setzte feine Pinselstriche ein, um die Oberflächen von Stoffen und Möbeln detailliert herauszuarbeiten, und verwendete eine realistische Palette mit sanften Lichtübergängen.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)