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Der vierte Knoten. Verschlungene Rosette mit rundem Medaillon in der Mitte

Originaltitel: “The Fourth Knot”. Interlaced Roundel with a Round Medallion in its Center

Künstler
Albrecht Dürer
Datierung
1521 before
Technik
Woodcut
Maße
sheet: 10 3/4 x 8 3/8 in. (27.3 x 21.2 cm)
Herkunft
George Khuner Collection, Bequest of Marianne Khuner, 1984

kurzbeschreibung

Der Holzschnitt „Der vierte Knoten“ von Albrecht Dürer, entstanden vor 1521, zeigt ein ornamentales Rundmotiv mit einem zentralen Medaillon. Das Werk gehört zu einer Serie von Knotenmustern, die Dürer als Vorlagen für Kunsthandwerk schuf.

Beschreibung

Das Bild zeigt eine runde, symmetrische Anordnung aus verschlungenen Linien, die sich um ein zentrales Medaillon winden. Um das Medaillon herum sind vier stilisierte Blattwerk-Motive platziert, die mit den Linien verbunden sind. Der Hintergrund ist tiefschwarz, während die Muster in Weiß gehalten sind. Die Linien bilden Spiralen und Rosettenformen, die sich gleichmäßig über die Fläche verteilen. Die Darstellung ist klar und kontrastreich, ohne Schatten oder Beleuchtungseffekte.

Kontext

Dürer schuf die Knotenmuster zwischen 1505 und 1507, wahrscheinlich als Vorlagen für Handwerker wie Goldschmiede oder Bildhauer. Die Serie umfasst sechs Blätter, die später oft nachgedruckt wurden. Die Muster basieren auf arabesken und ornamentalen Traditionen, die Dürer auf seiner Italienreise kennengelernt haben könnte. Das Blatt ist mit einer Platte von etwa 27,3 x 21,2 cm gedruckt und gehört zu den frühen Beispielen ornamentaler Druckgraphik in der Renaissance.

Wirkung

Die streng symmetrische Anordnung und der hohe Kontrast zwischen Schwarz und Weiß erzeugen eine ruhige, meditative Wirkung. Die feinen, verschlungenen Linien laden zum genauen Betrachten ein und offenbaren dabei ihre mathematische Präzision. Das Motiv wirkt zugleich dekorativ und intellektuell anspruchsvoll, ohne überladen zu erscheinen.

Technik

Das Werk ist ein Holzschnitt, bei dem die Linien in einen Holzstock geschnitten und dann auf Papier gedruckt wurden. Die schwarzen Flächen sind die ungeschnittenen Teile des Stocks, während die weißen Linien die geschnittenen Vertiefungen darstellen. Dürer nutzte feine Schneidewerkzeuge, um die komplexen, ineinander verschlungenen Muster präzise umzusetzen.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0)