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Die Cousine des Künstlers, vermutlich Mrs. William Bell (Mathilde Musson, 1841–1878)

Originaltitel: The Artist's Cousin, Probably Mrs. William Bell (Mathilde Musson, 1841–1878)

Künstler
Edgar Degas
Datierung
1873
Technik
Pastel on green wove paper, now darkened to brown
Maße
18 5/8 x 15 1/8 in. (47.3 x 38.4 cm)
Herkunft
H. O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H. O. Havemeyer, 1929

kurzbeschreibung

Edgar Degas porträtierte 1873 mit Pastell auf grünem Büttenpapier eine Frau im Halbprofil – vermutlich seine Cousine Mathilde Musson. Das Papier hat sich im Lauf der Zeit zu Braun verfärbt. Das Blatt gehört zu Degas' frühen, weniger bekannten Porträtstudien und wirkt durch seinen privaten Charakter nahbar.

Beschreibung

Die Frau erscheint im Halbprofil, den Kopf leicht nach links geneigt. Ein Pferdeschwanz fällt an der rechten Gesichtsseite herab. Am Kragen ihres Kleides sitzt eine auffällige, wellenförmige Spitze. Der Hintergrund löst sich in unscharfe, beinahe abstrakte Brauntöne auf; daneben bleibt ein undeutlicher, transparenter Schatten oder ein zweites Porträt erkennbar. Die Farbigkeit ist überwiegend pastellig, mit Grau- und Brauntönen im Hintergrund und einem weichen, diffusen Licht.

Kontext

1873 entstand das Bild in einer Phase, in der Degas Familienmitglieder und Freunde häufig zeichnete. Mathilde Musson, seine Cousine, heiratete später William Bell. Die Arbeit fällt in die Zeit von Degas' Aufenthalten in New Orleans, wo die Familie Musson lebte. Pastell auf Papier nutzte der Künstler damals oft für solche intimen Studien.

Wirkung

Das weiche, diffuse Licht und die pastellige Farbigkeit geben dem Porträt eine ruhige, vertraute Stimmung. Der leicht abstrahierte Hintergrund rückt Gesichtszüge und Stoffdetails in den Vordergrund, ohne die Dargestellte zu beschönigen. Der Eindruck ist spontan und unmittelbar, wie eine flüchtige Momentaufnahme.

Technik

Ausgeführt ist das Blatt in Pastell auf grünem Büttenpapier, das heute braun nachgedunkelt ist. Die Pastellkreide ist sorgfältig aufgetragen, um Konturen und Schattierungen der Figur herauszuarbeiten. So entstehen feine Übergänge zwischen Licht und Schatten sowie eine lebendige Oberflächenwirkung.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)