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Nach dem Bad III

Originaltitel: After the Bath III

Künstler
Edgar Degas
Datierung
1891–92
Technik
Lithograph (transfer and crayon); first state of two
Maße
Image: 9 13/16 × 9 1/16 in. (25 × 23 cm) Stone: 12 5/16 × 10 5/16 in. (31.2 × 26.2 cm) Sheet: 14 11/16 in. × 12 in. (37.3 × 30.5 cm)
Herkunft
Bequest of Clifford A. Furst and Harris Brisbane Dick Fund, by exchange, 1972

kurzbeschreibung

Edgar Degas' Lithographie „Nach dem Bad III“ aus den Jahren 1891–92 führt zwei Frauen in einem Badezimmer vor. Während die linke Gestalt unbekleidet und vornübergebeugt erscheint, steht die rechte aufrecht und trägt Kleidung. Ausgeführt ist das Blatt als Schwarz-Weiß-Druck, dessen Wirkung aus Kreidestrichen und Schraffuren erwächst.

Beschreibung

Vor einer gestreiften Wand begegnen sich zwei Frauen. Die nackte Figur links beugt sich herab, ganz auf das Waschen oder Trocknen gerichtet. Rechts steht, leicht gesenkten Kopfes, eine bekleidete Frau. Der Bildaufbau ist asymmetrisch: die vordere Gestalt links, die hintere rechts. Von vorn einfallendes Licht hebt die Umrisse hervor und lässt Schatten an die Wand fallen. Abstufungen von Grau entstehen durch Schraffuren und Kreidespuren; die Auffassung bleibt realistisch, durchsetzt mit impressionistischen Zügen.

Kontext

Die Lithographie von 1891–92 gehört zu einer Reihe von Badeszenen, mit denen sich Degas in den 1890er Jahren eingehend beschäftigte. Das Motiv des Badezimmers durchzieht sein Spätwerk, häufig mit Frauen in unbeobachteten, vertrauten Augenblicken. Die Transfer-Lithographie erlaubte es ihm, die Unmittelbarkeit seiner Zeichnung direkt auf den Stein zu bringen. Überliefert ist das Blatt als erster von zwei Zuständen, was auf einen versuchsweisen Druckvorgang schließen lässt.

Wirkung

Vom Licht und der Bewegung der Figuren angezogen, findet sich der Betrachter in einer stillen, beobachtenden Nähe wieder, ohne jede Zurschaustellung. Die ungleiche Verteilung der Figuren und die zurückhaltenden Grautöne schaffen eine vertrauliche, beinahe private Stimmung. Realistische Genauigkeit und impressionistische Linienführung gehen ineinander über und verleihen dem Blatt etwas Lebendiges, Skizzenhaftes.

Technik

Ausgeführt wurde das Blatt als Lithographie, genauer als Transfer- und Kreidelithographie. Gedruckt liegt der erste von zwei Zuständen vor, was eine spätere Überarbeitung nahelegt. Die grauen Werte resultieren aus feinen Schraffuren und Kreidespuren, die auf den Stein übertragen wurden.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)