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Die Infantin Margarita, nach Velázquez

Originaltitel: The Infanta Margarita, after Velázquez

Künstler
Edgar Degas
Datierung
ca. 1861–62
Technik
Etching and drypoint; second state of two (only known impression)
Maße
plate: 6 11/16 x 4 3/4 in. (17 x 12 cm) sheet: 7 1/16 x 5 7/8 in. (18 x 15 cm)
Herkunft
Purchase, R.W. Moncrief Gift, in honor of Janet Ruttenberg and A. Hyatt Mayor Purchase Fund, Marjorie Phelps Starr Bequest, 1997

kurzbeschreibung

Um 1861–62 entstand diese Radierung von Edgar Degas nach einem Gemälde von Diego Velázquez. Zu sehen ist die junge Infantin Margarita in einem Innenraum, ausgeführt als Kaltnadelradierung. Der vorliegende Abzug ist der zweite von zwei Druckzuständen und das einzige bekannte Exemplar.

Beschreibung

Eine junge Person sitzt mittig in einem Raum. Ihr Kleid weist einen auffälligen Pelzbesatz an Ärmeln und Hals auf, das lange Haar fällt über die Schultern. Hinter ihr befindet sich ein Fenster mit geschlossenen Jalousien, was eine ruhige Stimmung erzeugt. Von vorne einfallendes Licht hebt Gesichtszüge und Stoffstruktur hervor. Die Wiedergabe bleibt einfarbig und arbeitet mit unterschiedlichen Graustufen und Strichstärken.

Kontext

In seiner frühen Schaffensphase, als er sich eingehend mit spanischer Malerei befasste, schuf Degas diese Radierung. Als Vorlage diente das berühmte Porträt der Infantin Margarita von Velázquez, das Degas wahrscheinlich durch Reproduktionen oder im Louvre kannte. Damals begann er, sich für Druckgraphik zu begeistern und zu experimentieren. Der einzige bekannte Abzug dieses Zustands wird heute im Metropolitan Museum of Art aufbewahrt.

Wirkung

Das Blatt wirkt vertraut und ruhig, was durch die geschlossenen Jalousien und das sanfte Licht verstärkt wird. Feine Linien und die pelzige Textur verleihen dem Porträt eine beinahe tastbare Qualität. Die Beschränkung auf Grautöne lenkt den Blick auf die Gesichtszüge und die Haltung der Infantin.

Technik

Radierung mit Kaltnadel, zweiter von zwei Zuständen. Diese Technik ermöglicht sowohl feine, präzise Linien als auch weiche, tonale Übergänge. Mit der Kaltnadel gab Degas Details wie den Pelzbesatz in lebendiger Strichführung wieder.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)