Sitzende Tänzerin
Originaltitel: Seated Dancer
kurzbeschreibung
Edgar Degas zeichnete die „Sitzende Tänzerin“ 1873–74. Die Studie entstand in Graphit und Kohle, mit Weiß gehöht, auf rosa Büttenpapier. Feine Quadrierungen überziehen das Blatt, ein Hinweis auf die geplante Übertragung.
Beschreibung
Die Tänzerin hat den Kopf leicht zur Seite geneigt, die Arme liegen im Schoß. Ihre Beine sind locker angewinkelt, das lange Kleid fällt in weichem Fluss von der Taille. Rosa Papier bildet den Grund, von dem sich die Gestalt deutlich abhebt. Die Umrisse sind durchgängig gezogen, weiße Akzente setzen einzelne Partien hervor. Dichte und offene Strichlagen wechseln sich ab und geben Stoff und Haltung wieder.
Kontext
Anfang der 1870er Jahre widmete sich Degas verstärkt dem Ballett der Pariser Oper. Die Quadrierung lässt vermuten, dass das Blatt als Vorlage für eine Übertragung in ein anderes Medium diente. Derartige Studien fertigte er oft als Vorbereitung für Gemälde oder Pastelle an. Degas studierte die Tänzerinnen sowohl auf der Bühne als auch in Proben- und Ruhepausen.
Wirkung
Eine ruhige, vertraute Stimmung geht von dem Blatt aus und rückt die private Seite der Tänzerin in den Blick. Zartes Rosa und klare Linien verleihen der Figur etwas Schwebendes, Verletzliches. Weiße Höhungen treten nur punktuell hervor und geben der Gestalt körperliche Präsenz.
Technik
Graphit und Kohle setzte Degas ein, darüber Weißhöhungen auf rosa Büttenpapier. Ein feines Raster aus Linien ermöglichte die maßstabsgetreue Übertragung. Dichte neben lockeren Strichen zeugen von großer Sicherheit im Umgang mit dem Zeichenmedium.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)