Zugpferd
Originaltitel: Draught Horse
kurzbeschreibung
Edgar Degas modellierte das „Zugpferd“ vermutlich bereits vor 1881; der Bronzeguss folgte erst 1920. Zu sehen ist ein einzelnes Pferd von der Seite, das in der Bewegung des Galopps erfasst und auf einen quadratischen Sockel gestellt wurde.
Beschreibung
Die Hinterläufe des Pferdes sind weit nach hinten ausgestreckt, die Vorderbeine nur leicht angewinkelt; der Kopf wendet sich ein wenig nach rechts und verstärkt so den Eindruck des Vorwärtsdrängens. Die Ansicht bleibt streng seitlich. Auf dem quadratischen Sockel finden sich eine Seriennummer und ein Verweis auf das Metropolitan Museum of Art. Weil die Aufnahme schwarzweiß ist, treten die plastische Modellierung und die Oberflächenspuren des Bronzegusses deutlicher hervor.
Kontext
Die Entstehung fällt in eine Phase, in der sich Degas eingehend mit dem Pferd als Motiv befasste — vermutlich vor 1881. Der Guss von 1920 kam posthum zustande und gehört zu einer späteren Vervielfältigung seiner Wachsmodelle. Bewegung war ein zentrales Thema des Künstlers; er untersuchte sie an Pferden ebenso wie an Tänzerinnen und in den verschiedensten Medien.
Wirkung
Aus der gestreckten Haltung der Hinterbeine und der leichten Beugung der Vorderbeine entsteht ein Gefühl von Spannung und Antrieb. Auf die reine bronzene Form reduziert, wirkt das Pferd zeitlos und kräftig, ohne dass der Betrachter Distanz wahren könnte.
Technik
Gegossen wurde in Bronze, ein Material, das für Dauerhaftigkeit und feine Detailwiedergabe steht. Der Guss von 1920 geht vermutlich auf ein Wachsmodell von Degas zurück, wodurch die Struktur der Oberfläche genau überliefert werden konnte.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)