Gehendes Pferd (modeled before 1885, cast in 1920)
Originaltitel: Horse Walking
kurzbeschreibung
Edgar Degas modellierte das „Gehende Pferd“ vor 1885; 1920, nach seinem Tod, wurde es in Bronze gegossen. Die Skulptur fängt einen Moment ein, in dem sich das Tier auf einem Hinterbein abstützt und die Vorderbeine anhebt – ein Sinnbild für Bewegung und Kraft.
Beschreibung
Ein Pferd stemmt sich auf ein Hinterbein, die Vorderbeine schweben über dem Boden. Die geschwungenen Umrisse des Körpers veranschaulichen Dynamik und Stärke. Mähne und Schweif fallen in dieselbe Richtung wie der Kopf. Die Bronze erscheint einfarbig, mit leichten Unebenheiten, die die Muskulatur hervortreten lassen. Ein neutraler, einfarbiger Hintergrund rückt die Figur in den Mittelpunkt.
Kontext
Degas schuf die Skulptur vor 1885, in einer Phase, in der er sich intensiv mit der Wiedergabe von Bewegung befasste – bei Pferden ebenso wie bei Tänzerinnen. Der Guss erfolgte erst 1920, nach dem Tod des Künstlers, was nahelegt, dass die Bronzen nach seinen Wachsmodellen entstanden. Degas erprobte verschiedene Materialien und Verfahren, um Dynamik festzuhalten, was sich auch in seinen Gemälden und Zeichnungen zeigt.
Wirkung
Die dynamische Haltung und die betonten Umrisslinien verleihen der Skulptur Ausdruckskraft und Lebendigkeit. Die Konzentration auf das Wesentliche und der klare Aufbau lenken den Blick direkt auf Kraft und Eleganz des Pferdes. Die einheitliche Bronzefarbe und die feinen Strukturen geben dem Werk eine ruhige, zugleich kraftvolle Präsenz.
Technik
Bronze, geschätzt für ihre Haltbarkeit und Detailtreue, bildet die Grundlage. Die Oberfläche zeigt leichte Strukturen, die beim Guss entstehen und die Anatomie des Pferdes betonen. Mit 22,5 x 22,2 x 9,2 cm ist die Skulptur kleinformatig und lädt zur näheren Betrachtung ein.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)