Trabendes Pferd, die Füße berühren den Boden nicht
Originaltitel: Horse Trotting, the Feet Not Touching the Ground
kurzbeschreibung
Anders als verwandte Pferdedarstellungen zeigt diese Bronzestatuette ein Pferd im Trab, dessen sämtliche Hufe gleichzeitig vom Boden gelöst sind. Edgar Degas formte das Motiv nach 1878, der Guss in Bronze erfolgte 1920. Eingefangen ist damit der schwebende Moment des Trabs, in dem kein Huf den Untergrund berührt.
Beschreibung
Ein trabendes Pferd, dessen vier Beine den Boden nicht erreichen: Die Hinterläufe sind gestreckt, die Vorderläufe leicht nach vorn gesetzt. Über den Körper zieht sich ein welliges, fließendes Muster, das die Energie des Gangs sichtbar macht. Leicht aufgerichtete Flügel betonen die Trabhaltung. Die Figur ruht auf einem schlichten rechteckigen Sockel mit kleiner Platte, das Umfeld bleibt einheitlich weiß.
Kontext
Um 1878 entstand die Skulptur in einer Phase, in der Degas sich eingehend mit Pferden und ihren Bewegungsabläufen befasste. Das Wachsmodell wurde erst nach seinem Tod in Bronze gegossen, wie es damals üblich war. Spuren von Eadweard Muybridges Fotografien, die Pferdebewegungen in Einzelbildern festhielten, lassen sich in der Arbeit erkennen.
Wirkung
Aus der schwebenden Haltung bezieht die Statuette ihre unmittelbare Dynamik und Leichtigkeit. Weil jeder Bodenkontakt fehlt, entsteht eine Spannung zwischen festem Stand und flüchtigem Augenblick.
Technik
Gegossen wurde das Werk in Bronze, einem Material, das die feinen Oberflächendetails festhält. Die Patina liegt gleichmäßig über der Fläche und bleibt ohne sichtbare Verzierungen. Der rechteckige Sockel, auf dem die Figur montiert ist, gibt der fragilen Anordnung Halt.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)