Sich verbeugende Tänzerin (Erster Zustand)
Originaltitel: Dancer Bowing (First State)
kurzbeschreibung
Edgar Degas' Bronzestatue „Sich verbeugende Tänzerin (Erster Zustand)“ entstand nach einem Modell, das vermutlich zwischen 1878 und 1880 geformt wurde, und wurde 1920 in Bronze gegossen. Sie präsentiert eine nackte Tänzerin, die sich in einer lebhaften Verbeugung befindet. Dieses Werk gehört zu Degas' intensiver Beschäftigung mit der Welt des Balletts und hält einen Augenblick voller Bewegung und Anmut fest.
Beschreibung
Die Skulptur stellt eine nackte, tanzende Gestalt dar, die sich nach vorn neigt und einen Arm nach hinten ausstreckt. Die Beine sind in einer Pose fixiert, die sowohl Grazie als auch Stärke vermittelt. Auf einem quadratischen Sockel stehend, gewinnt die Anordnung Stabilität. Der neutrale Hintergrund rückt die Plastik ganz in den Fokus. Die Oberfläche erscheint einheitlich in Bronzetönen, ohne abweichende Farbakzente oder auffällige Lichtreflexe.
Kontext
In einer Phase, in der sich Edgar Degas eingehend mit dem Ballett befasste und zahlreiche Tänzerinnen in unterschiedlichen Haltungen darstellte, entstand diese Skulptur. Obwohl das Modell vermutlich um 1878–80 entstand, erfolgte der Bronzeguss erst nach seinem Tod im Jahr 1920. Degas nutzte Wachs und Ton, um Bewegungsabläufe zu untersuchen, und viele seiner Skulpturen wurden posthum in Bronze übertragen.
Wirkung
Das Werk strahlt eine unmittelbare Lebendigkeit aus und fängt die Flüchtigkeit einer Bewegung ein. Die Verbindung von anatomischer Genauigkeit und dynamischer Pose erzeugt eine ästhetische Spannung zwischen Realismus und Idealisierung der menschlichen Gestalt.
Technik
Für die Ausführung wählte man Bronze, ein Material, das für seine Beständigkeit und Detailgenauigkeit geschätzt wird. Der Guss erfolgte posthum auf Grundlage eines Wachs- oder Tonmodells, das Degas zu Lebzeiten angefertigt hatte. Die Oberfläche zeigt eine gleichmäßige Patina, wie sie für Bronzegüsse dieser Epoche typisch ist.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)