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Tendu Derrière

Originaltitel: Tendu Derrière

Künstler
Edgar Degas
Datierung
modeled probably ca. 1882–95
Technik
Bronze
Maße
Overall: 19 × 8 1/4 × 13 3/4 in. (48.3 × 21 × 34.9 cm)
Herkunft
H.O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H.O. Havemeyer, 1929

kurzbeschreibung

Edgar Degas' Bronzestück 'Tendu Derrière' – vermutlich zwischen 1882 und 1895 modelliert – zeigt eine unbekleidete Tänzerin in einer gestreckten Pose. Anders als viele seiner anderen Tänzerinnenfiguren, die oft statisch wirken, fängt diese Skulptur einen Moment höchster Spannung ein und gehört damit zu Degas' umfangreicher Reihe von Ballettplastiken.

Beschreibung

Eine nackte Frau ist in einer tänzerischen Haltung zu sehen: Der eine Arm weist nach vorn, der andere ist leicht zurückgenommen. Die Beine stehen in einer Schrittposition, das linke vorgestellt, das rechte nach hinten – eine Anordnung, die an eine Ballettübung gemahnt. Die Gestalt ist schlank und durchtrainiert, wie es für Degas' Tänzerinnen typisch ist. Ein unregelmäßiger, felsiger Sockel deutet eine natürliche Umgebung an. Die glänzende Bronzeoberfläche wirft das Licht zurück und lässt die Körperkonturen hervortreten.

Kontext

In einer Phase, in der sich Degas eingehend mit dem Ballett befasste und zahlreiche Studien von Tänzerinnen anfertigte, entstand diese Plastik. Die meisten seiner Skulpturen wurden erst posthum in Bronze gegossen, da er zu Lebzeiten vorwiegend mit Wachs und Ton arbeitete. Die genaue Datierung bleibt unsicher, doch fällt sie in seine späte Schaffenszeit, in der er sich zunehmend der Plastik widmete. Das Werk zählt zu einer Gruppe von etwa 150 Skulpturen, die in seinem Atelier gefunden wurden.

Wirkung

Von der Figur geht eine unmittelbare Gegenwart und Lebendigkeit aus, wie sie für Degas' Neuerungen in der Bildhauerei kennzeichnend ist. Die dynamische Haltung und die Betonung der Körperbewegung erzeugen eine Spannung, die den Betrachter fesselt. Die glänzende Oberfläche steigert die Sinnlichkeit des Materials und unterstreicht die Eleganz der Gestalt.

Technik

Der Bronzeguss erfolgte nach Degas' Tod durch seinen Gießer Adrien-Aurélien Hébrard. Das ursprüngliche Modell dürfte aus Wachs bestanden haben, das mit Draht und weiteren Materialien verstärkt war. Die Oberfläche weist eine feine Patina auf, die durch die Bronzetechnik entsteht und die Details der Muskulatur akzentuiert.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)