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Die Heilige Familie

Originaltitel: The Holy Family

Künstler
Albrecht Dürer
Datierung
1512–13
Technik
Drypoint
Maße
sheet: 8 1/4 x 7 5/16 in. (21 x 18.5 cm)
Herkunft
Fletcher Fund, 1919

kurzbeschreibung

Die Heilige Familie ist ein Drypoint-Druck von Albrecht Dürer aus den Jahren 1512–13. Das Blatt im Hochformat zeigt Maria mit dem Jesuskind, umgeben von Joseph und weiteren Figuren in einer Landschaft. Die Technik des Drypoints erlaubt eine feine, malerische Linienführung.

Beschreibung

Die Bildanalyse zeigt eine Gruppe von Menschen, die sich um eine sitzende Frau mit einem Kind im Arm versammelt. Die Frau trägt eine langärmelige, lichtdurchlässige Gewandung und eine Kopfbedeckung; das Kind ist ebenfalls in ein lichtdurchlässiges Gewand gehüllt. Neben der Frau sitzt ein älterer Mann mit Bart und langem Haar, neben ihm steht eine Frau mit Kopftuch, die sich leicht nach vorne beugt. Im Hintergrund sind weitere, teilweise verdeckte Figuren vor einer Landschaft mit Mauer und Turm zu sehen. Das Licht fällt von vorne ein und betont die Konturen der Figuren sowie die Falten der Gewänder.

Kontext

Albrecht Dürer schuf das Werk in Nürnberg in einer Phase intensiver grafischer Experimente. Der Drypoint war zu dieser Zeit eine neuartige Technik, die Dürer nur in wenigen Blättern einsetzte. Das Motiv der Heiligen Familie war in der christlichen Kunst des frühen 16. Jahrhunderts weit verbreitet und diente der privaten Andacht.

Wirkung

Die feinen Linien des Drypoints verleihen der Szene eine weiche, fast zeichnerische Anmutung, die die intime Stimmung der Darstellung unterstreicht. Die sorgfältige Wiedergabe von Stoffen und Gesichtszügen erzeugt eine ruhige, andächtige Atmosphäre, die den Betrachter zur stillen Betrachtung einlädt.

Technik

Das Blatt ist ein Drypoint, ein Tiefdruckverfahren, bei dem die Zeichnung direkt mit einer Nadel in die Kupferplatte geritzt wird. Dabei entstehen charakteristische, weiche Linien mit einem feinen Grat, der beim Druck eine samtige Wirkung erzeugt. Dürer nutzte diese Technik, um malerische Effekte zu erzielen, die im Kupferstich so nicht möglich sind.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0)