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Ritter, Tod und Teufel

Originaltitel: Knight, Death and the Devil

Künstler
Albrecht Dürer
Datierung
1513
Technik
Engraving
Maße
sheet: 9 1/2 x 7 3/8 in. (24.2 x 18.8 cm)
Herkunft
Bequest of Scofield Thayer, 1982

kurzbeschreibung

Albrecht Dürers Kupferstich von 1513 zeigt einen gepanzerten Ritter zu Pferd, der unbeirrt seinen Weg reitet, während ihn der Tod mit einer Sanduhr und der Teufel mit einem Spieß bedrängen. Das Werk gilt als eines der Hauptblätter der Meisterstiche Dürers und thematisiert den christlichen Kampf gegen Versuchung und Vergänglichkeit.

Beschreibung

Der Ritter sitzt aufrecht und ruhig auf seinem Pferd, das in Schrittstellung nach rechts zieht. Links neben dem Pferd steht der Tod als skelettierte Gestalt mit einer Sanduhr, während rechts der Teufel mit Hörnern und Ziegenkopf lauert. Im Vordergrund liegt ein Hund, der das Pferd begleitet, und am Boden sind ein Totenkopf und ein dürrer Ast zu sehen. Im Hintergrund erhebt sich eine felsige Landschaft mit einer Burg, die in feinen Linien gestochen ist. Die Komposition ist klar gegliedert, mit dem Ritter als zentraler Figur, die von den Bedrohungen flankiert wird.

Kontext

Dürer schuf den Stich 1513 in Nürnberg, einer Zeit, in der er sich intensiv mit humanistischen und religiösen Themen auseinandersetzte. Das Blatt gehört zu seiner Serie der drei Meisterstiche, zu denen auch 'Melencolia I' und 'Der heilige Hieronymus im Gehäus' zählen. Der Ritter wurde oft als Symbol des christlichen Streiters gedeutet, der sich durch das Tal des Todes bewegt, ohne sich von Angst oder Versuchung abbringen zu lassen. Dürer war zu dieser Zeit auf dem Höhepunkt seiner grafischen Kunst und nutzte den Kupferstich, um höchste Detailgenauigkeit und Tonwerte zu erzielen.

Wirkung

Der Stich besticht durch seine ruhige, fast statuarische Präsenz des Ritters, die in starkem Kontrast zu den grotesken Begleitfiguren steht. Die feine Strichführung erzeugt eine dichte Atmosphäre, die sowohl Bedrohung als auch Entschlossenheit vermittelt. Die Monochromie lenkt den Blick auf die plastische Modellierung der Figuren und die detailreiche Landschaft.

Technik

Dürer verwendete die Technik des Kupferstichs, bei der Linien mit einem Grabstichel in eine Kupferplatte geschnitten werden. Durch unterschiedliche Liniendichten und -richtungen erzielte er feine Tonabstufungen, die den Figuren Plastizität verleihen. Das Blatt wurde mit schwarzer Druckfarbe auf Papier gedruckt, wodurch ein klarer, kontrastreicher Abdruck entsteht.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0)