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Apollo und Diana

Originaltitel: Apollo and Diana

Künstler
Albrecht Dürer
Datierung
ca. 1503
Technik
Engraving
Maße
sheet: 4 9/16 x 2 7/8 in. (11.5 x 7.3 cm) plate: 1 15/16 x 1 1/4 in. (4.9 x 3.3 cm)
Herkunft
Fletcher Fund, 1919

kurzbeschreibung

Dieser Kupferstich von Albrecht Dürer, datiert um 1503, zeigt die antiken Gottheiten Apollo und Diana in einer intimen Szene. Apollo steht mit einem Bogen, während Diana am Boden sitzt und zu ihm aufblickt. Das Werk ist eines der frühesten Beispiele für Dürers Auseinandersetzung mit der klassischen Mythologie.

Beschreibung

Die Komposition zeigt zwei Figuren im Vordergrund: einen muskulösen Mann mit lockigem Haar, der einen Bogen hält und sich nach links wendet, und eine Frau im Gewand, die am Boden sitzt und zu ihm aufschaut. Im Hintergrund sind ein Hirsch mit Geweih und ein schildartiges Objekt zu erkennen. Die Linienführung ist präzise und detailreich, typisch für Dürers grafische Arbeiten. Das Licht wirkt gleichmäßig verteilt, und die Darstellung ist monochrom, wie für einen Kupferstich üblich.

Kontext

Dürer schuf diesen Kupferstich während seiner frühen Schaffensperiode in Nürnberg, bevor er seine zweite Italienreise antrat. Das kleine Format von etwa 4,9 x 3,3 cm deutet darauf hin, dass das Werk als intimes Sammlerstück oder für ein humanistisch gebildetes Publikum gedacht war. Die Darstellung von Apollo und Diana greift klassische Vorbilder auf, die Dürer vermutlich durch italienische Drucke oder Antikenzeichnungen kannte. Der Hirsch als Attribut der Diana verweist auf die Jagd, während Apollos Bogen seine Rolle als Gott der Künste und des Lichts symbolisiert.

Wirkung

Die filigrane Ausführung und die ruhige, ausgewogene Komposition verleihen dem Blatt eine edle, fast meditative Anmutung. Trotz des winzigen Formats entfaltet der Stich eine bemerkenswerte Tiefe und Plastizität, die den Betrachter näher heranführt. Die Darstellung der nackten Körper zeigt Dürers Interesse an der menschlichen Anatomie und seiner Fähigkeit, Ideal und Natur zu verbinden.

Technik

Das Werk ist ein Kupferstich, bei dem die Linien mit einem Stichel in eine Kupferplatte graviert und dann auf Papier gedruckt wurden. Dürer nutzte feine, parallele Schraffuren und Kreuzlagen, um Schatten und Volumen zu modellieren. Die Platte ist ungewöhnlich klein, was eine hohe Präzision bei der Ausführung erforderte.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0)