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Das Schweißtuch, von einem Engel gezeigt

Originaltitel: The Sudarium Displayed by an Angel

Künstler
Albrecht Dürer
Datierung
1516
Technik
Etching
Maße
image: 7 3/8 x 5 1/4 in. (18.7 x 13.3 cm) trimmed slightly within plate mark
Herkunft
Fletcher Fund, 1919

kurzbeschreibung

Die Radierung ‚Das Schweißtuch, von einem Engel gezeigt‘ von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1516 zeigt einen großen Engel, der das Sudarium, das Schweißtuch der Veronika, in den Händen hält. Das Werk ist als Monochromdruck auf weißem Grund ausgeführt und gehört zu Dürers grafischen Arbeiten mit religiösem Motiv.

Beschreibung

Im Zentrum der oberen Bildhälfte thront ein großer Engel mit weit ausgebreiteten Flügeln, der ein voluminöses Tuch hochhält, das in komplexen, welligen Falten nach unten fällt. Um den Hauptengel schweben kleinere Engelsköpfe mit Flügeln, die teilweise nur als solche erkennbar sind. Im unteren Bereich befindet sich eine Gruppe weiterer Engel, einer davon hält eine Lanze und blickt nach oben. Die Szene ist vertikal strukturiert, der Hauptengel dominiert den oberen Mittelteil, während das Tuch eine breite horizontale Achse bildet. Wolkenformationen umgeben die Figuren dicht und füllen den Hintergrund sowie den unteren Bereich.

Kontext

Dürer schuf die Radierung 1516, in einer Zeit, in der er sich intensiv mit der Druckgrafik beschäftigte und zahlreiche religiöse Darstellungen entwarf. Das Sudarium, auch als Schweißtuch der Veronika bekannt, war ein beliebtes Andachtsmotiv im späten Mittelalter und der Renaissance. Dürer, der in Nürnberg arbeitete, war zu dieser Zeit bereits ein international anerkannter Künstler und setzte sich in seinen Grafiken oft mit der Passionsgeschichte auseinander.

Wirkung

Die Darstellung wirkt durch die monumentale Größe des Hauptengels und die dichte Wolkenlandschaft feierlich und erhaben. Die feinen Linien der Radierung verleihen dem Tuch eine fast textile Weichheit, die die spirituelle Bedeutung des Motivs unterstreicht. Die Anordnung der Engel um das Tuch lenkt den Blick des Betrachters zentral auf das heilige Objekt.

Technik

Das Werk ist eine Radierung, bei der Dürer die Platte mit Säure ätzte, um die Linien zu erzeugen. Die Technik ermöglicht feine, präzise Linien und eine große Bandbreite an Tonwerten, die hier für die Wiedergabe der Stofffalten und Wolken genutzt wird. Das Bild ist auf Papier gedruckt und misst 18,7 x 13,3 cm, wobei es leicht innerhalb der Plattenkante beschnitten wurde.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0)