Kunstarchiv

← Albrecht Dürer Albrecht Dürer — Der heilige Eustachius
Advertising (Werkseite Mitte) — AdSense slot In-Content

Der heilige Eustachius

Originaltitel: Saint Eustace

Künstler
Albrecht Dürer
Datierung
ca. 1501
Technik
Engraving
Maße
Sheet: 13 3/4 × 10 3/16 in. (35 × 25.9 cm)
Herkunft
Fletcher Fund, 1919

kurzbeschreibung

Albrecht Dürers Kupferstich „Der heilige Eustachius“ von ca. 1501 zeigt den legendären Moment, in dem dem römischen Offizier Placidus bei der Jagd ein Hirsch mit einem Kruzifix zwischen dem Geweih erscheint. In der Bildmitte kniet der Heilige in Rüstung vor dem Tier, während sein Pferd und mehrere Hunde die Szene rahmen. Das Werk ist ein fein ausgeführter Kupferstich auf Papier.

Beschreibung

Im Vordergrund kniet links ein Mann in Rüstung und Helm, der mit ausgestreckter Hand das Maul eines gesattelten Pferdes berührt, das rechts steht und ein kleines Medaillon am Hals trägt. Um die Hufe des Pferdes sind mehrere Hunde in unterschiedlichen Haltungen gruppiert, einer liegt, andere stehen oder sitzen. Rechts im Hintergrund steht ein großer Hirsch mit weit ausladendem Geweih unter Baumstämmen, während links eine steile Felswand mit einer Burg und mehreren Türmen aufragt. Unterhalb der Burg erstreckt sich eine bewaldete Landschaft bis zu einem Fluss mit einer kleinen Steinbrücke. Die Figurengruppe nimmt den unteren Bildbereich ein, die Burg bildet einen vertikalen Kontrast, und die Baumstämme rechts rahmen die Szene und lenken den Blick in die Tiefe.

Kontext

Dürer schuf den Kupferstich um 1501 in Nürnberg, in einer Phase, in der er sich intensiv mit der Darstellung von Tieren und Landschaft beschäftigte, angeregt durch seine Italienreise und die Auseinandersetzung mit der klassischen Antike. Die Legende des heiligen Eustachius war im späten Mittelalter populär, und Dürer verband hier das religiöse Motiv mit einer detailreichen Naturstudie. Der Stich entstand für den Kunstmarkt, der in Nürnberg durch den Humanismus und den beginnenden Druckgraphik-Handel aufblühte.

Wirkung

Die präzise Linienführung und die feine Abstufung der Grautöne erzeugen eine ruhige, fast meditative Atmosphäre, die den übernatürlichen Moment der Vision glaubhaft macht. Die Kombination aus realistischer Tierdarstellung und idealisierter Landschaft verleiht dem Werk eine zeitlose, harmonische Ausstrahlung, die den Betrachter in die Szene hineinzieht.

Technik

Dürer verwendete die Technik des Kupferstichs, bei der mit einem Grabstichel Linien in eine Kupferplatte geschnitten werden, die dann eingefärbt und auf Papier gedruckt wird. Die feinen, parallelen und sich kreuzenden Linien erzeugen die unterschiedlichen Grautöne und Schattierungen, die dem Bild eine bemerkenswerte Tiefe und Detailtreue verleihen. Das Blatt misst 35 × 25,9 cm und ist ein Meisterwerk der Druckgraphik der Renaissance.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0)