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Christus wäscht seinen Jüngern die Füße, aus dem Zyklus 'Die Passion'

Originaltitel: Christ Washing the Feet of His Disciples from a set of The Passion

Künstler
Albrecht Dürer
Datierung
1595
Technik
Wool, silk, metal thread (20 warp threads per inch, 8 per cm.)
Maße
39 1/2 x 29 3/4 in. (100.3 x 75.6 cm)
Herkunft
Gift of J. Pierpont Morgan, 1911

kurzbeschreibung

Das Wandteppichfragment aus der Zeit um 1595 zeigt Christus, wie er in einer demütigen Geste die Füße eines Jüngers wäscht. Es ist Teil eines Zyklus zur Passion Christi und wurde in aufwendiger Textiltechnik mit Wolle, Seide und Metallfäden gefertigt. Die Darstellung folgt einer traditionellen Ikonografie, die das Fußwaschungsereignis aus dem Johannesevangelium aufgreift.

Beschreibung

Im Vordergrund kniet eine Figur in blauem Gewand und wäscht die Füße einer sitzenden Person in rotem Gewand. Dahinter sind weitere Jünger in verschiedenen Posen versammelt, einige mit Gold- und Blautönen in ihren Gewändern, andere in schlichter Kleidung. Die Szene spielt in einem Innenraum, der durch Säulen und Bögen architektonisch gefasst ist. Die warme Farbpalette aus Rot, Gold und Blau wird durch die Textiltechnik betont, wobei die Komposition symmetrisch auf die Handlung im Vordergrund ausgerichtet ist. Ein lateinisches Textband begrenzt die Szene oben.

Kontext

Das Werk ist Teil eines größeren Textilzyklus, der die Passion Christi darstellt und vermutlich für einen kirchlichen oder adeligen Auftraggeber geschaffen wurde. Die Datierung um 1595 fällt in eine Zeit, in der Wandteppiche in Europa als Prestigeobjekte galten und oft biblische Szenen zeigten. Die Verwendung von Metallfäden deutet auf eine hohe Wertschätzung und den repräsentativen Charakter des Stücks hin. Dürer, der als Maler und Grafiker bekannt ist, entwarf zwar religiöse Bildthemen, die direkte Übertragung in die Textilkunst erfolgte jedoch durch spezialisierte Werkstätten.

Wirkung

Die Darstellung besticht durch ihre klare, symmetrische Komposition, die den Betrachter direkt auf die zentrale Handlung lenkt. Die warme Farbigkeit und der Glanz der Metallfäden verleihen der Szene eine feierliche, andächtige Atmosphäre. Die textile Umsetzung erzeugt eine besondere Haptik und Tiefenwirkung, die das Geschehen lebendig und nahbar erscheinen lässt.

Technik

Das Stück ist ein gewebter Wandteppich mit 20 Kettfäden pro Zoll (8 pro Zentimeter), was eine feine und detailreiche Wiedergabe ermöglicht. Die verwendeten Materialien Wolle, Seide und Metallfäden erlauben differenzierte Farbverläufe und Glanzeffekte. Die Herstellung erfolgte vermutlich auf einem Hochwebstuhl, wobei die Bildmuster durch die Kombination der Fäden in verschiedenen Bindungen erzielt wurden.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0)