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← Henri de Toulouse-Lautrec Henri de Toulouse-Lautrec — Königin der Freude von Victor Joze

Königin der Freude von Victor Joze

Originaltitel: Reine de Joie par Victor Joze

Künstler
Henri de Toulouse-Lautrec
Herkunft
Rogers Fund, 1921

kurzbeschreibung

Henri de Toulouse-Lautrec griff für diese Illustration auf sein Plakat zum Roman 'Reine de Joie' von Victor Joze zurück. Zu sehen sind drei Personen in einer vertrauten Situation. Weder Datierung noch Technik oder Maße sind überliefert. Zwei Frauen und ein Mann füllen die gelb angelegte Fläche, ein Hund liegt im Vordergrund.

Beschreibung

Drei Gestalten bestimmen den Aufbau: In der Mitte beugt sich eine Frau mit rotem Oberteil zu einem grauhaarigen Mann im schwarzen Hemd und küsst ihn auf die Wange. Eine zweite Frau, ganz in Schwarz, hält die Arme verschränkt. Der Mann hat auf einem Stuhl mit rotem Muster Platz genommen. Vorn auf dem Boden liegt ein Hund mit gelbem Halsband und einer Zigarette. Gelb und gemustert gibt sich der Fond; unten am Blattrand lesen sich die Zeilen 'Reine de Joie par Victor Joze', 'chez tous les libraires' und 'd'après l'affiche de Lautrec'. Rot, Schwarz, Gelb und Grau herrschen vor, das Licht fällt gleichmäßig.

Kontext

Das ursprüngliche Plakat für Victor Jozes Roman 'Reine de Joie' entstand 1892 in Paris aus der Hand Toulouse-Lautrecs. Es gehört zu einer Reihe von Entwürfen für literarische Werke, die der Künstler Anfang der 1890er Jahre anfertigte. Beim vorliegenden Blatt handelt es sich um eine Reproduktion nach diesem Plakat, worauf die Beischrift 'd'après l'affiche de Lautrec' verweist. Das Motiv führt jenes mondäne, moralisch oft zwiespältige Pariser Nachtleben vor Augen, das Lautrec immer wieder aufgriff.

Wirkung

Die kräftigen Gegensätze von Rot, Schwarz und Gelb verleihen dem Bild eine unmittelbare, provozierende Spannung. Zwischen der intimen Geste des Kusses und der gelassenen Haltung des Hundes entsteht ein eigentümlicher Widerstreit von Sinnlichkeit und Ironie. Gleichmäßiges Licht und flächige Farbigkeit geben der Szene eine plakative, beinahe grafische Präsenz.

Technik

Genaues über das Verfahren ist nicht bekannt; die Bildanalyse legt jedoch eine flächige, farbintensive Anlage nahe, wie sie für Lautrecs Plakatkunst kennzeichnend ist. Vermutlich liegt ein Druck oder eine Lithografie vor, die die typische Vereinfachung und Konturierung seiner Plakate übernimmt. Die Farben stehen klar nebeneinander, was auf Schablonen- oder Drucktechnik schließen lässt.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)