Henry Somm
Originaltitel: Henry Somm
kurzbeschreibung
Henri de Toulouse-Lautrec schuf die Zinkografie „Henry Somm“ im Jahr 1897. Das 20 × 16 cm große Blatt zeigt den Künstler Henry Somm in einem Innenraum und gehört zu einer Reihe von Künstlerporträts, die für die Zeitschrift „Les Hommes d'Aujourd'hui“ entstand.
Beschreibung
Eine Gestalt mit Zylinder und Brille steht im Vordergrund, im Profil oder Halbprofil, offenbar mit Lesen oder Schreiben beschäftigt. Dahinter deuten skizzenhafte Figuren einen öffentlichen Ort wie ein Café an. Der Bildaufbau wird von der vorderen Person bestimmt; die übrigen Gestalten treten als Beiwerk zurück. Grautöne prägen das Blatt, das ohne harte Kontraste eine gleichmäßige Helligkeit aufweist.
Kontext
Das Porträt gehört zu einer Serie zeitgenössischer Persönlichkeiten, die in „Les Hommes d'Aujourd'hui“ veröffentlicht wurde. Als Vorlage diente eine Zeichnung von Théophile Alexandre Steinlen, einem Illustrator und Maler der Belle Époque, der für seine sozialkritischen Szenen aus dem Pariser Leben bekannt war. Toulouse-Lautrec setzte sie in Zinkografie um, ein Verfahren, das er in den 1890er-Jahren häufig für seine Druckgrafik nutzte.
Wirkung
Die zurückhaltende Farbigkeit und die klare Linienführung geben dem Porträt etwas Nüchternes, beinahe Dokumentarisches. Es wirkt nah und gesammelt, ohne die Distanz zwischen Betrachter und Dargestelltem aufzuheben.
Technik
Bei der Zinkografie handelt es sich um ein Flachdruckverfahren: Mit Fettkreide wird auf eine Zinkplatte gezeichnet, die anschließend geätzt und zum Druck eingefärbt wird. So lassen sich feine Linien erzielen, und die schnelle Vervielfältigung eignete sich besonders für Zeitschriftenillustrationen.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)