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Weihnachtsballade

Originaltitel: Ballade de Noël

Künstler
Henri de Toulouse-Lautrec
Datierung
ca. 1895
Technik
Crayon lithograph with scraper printed in black on wove paper with text added by another hand; only state, from song sheet edition
Maße
Image: 9 3/4 × 7 11/16 in. (24.7 × 19.5 cm)
Herkunft
Gift of Ferdinand H. Davis, 1952

kurzbeschreibung

Henri de Toulouse-Lautrec schuf um 1895 die Lithografie „Ballade de Noël“, die eine weihnachtliche Szene mit einer im Mittelpunkt stehenden Person zeigt, welche eine Laterne trägt. Das Blatt entstammt einer Liedausgabe und erhielt nachträglich Text von fremder Hand.

Beschreibung

Eine einzelne Gestalt beherrscht den Bildaufbau; sie steht auf einem Podest und hält eine Laterne. Bekleidet ist sie mit traditionellem, pelzverbrämtem Gewand, das an einen Weihnachtsmann gemahnt. Hinter ihr lassen sich andeutungsweise Gebäude und Fenster erkennen, die eine städtische Umgebung beschwören. Schwarz-Weiß prägt die Zeichnung, wobei Schraffuren Konturen und Schattierungen bilden. Am Blattrand finden sich Hinweise auf Komponist, Textdichter und Verleger der Ballade.

Kontext

Als Titelblatt für eine Liedausgabe der „Ballade de Noël“ entstanden, erklärt sich der zusätzliche Vermerk zu Vertrieb und Urhebern von selbst. Toulouse-Lautrec fertigte in den 1890er Jahren zahlreiche Druckgrafiken, vielfach für kommerzielle Zwecke wie Plakate oder Notenblätter. Das vorliegende Blatt gehört zu einer Reihe von Weihnachtskarten, die der Künstler für den Kunsthändler Siegfried Bing entwarf. Gedruckt in einer Auflage von 100 Exemplaren, befindet es sich heute in der Sammlung des Metropolitan Museum of Art.

Wirkung

Die zurückgenommene Schwarz-Weiß-Anlage und die zarten Schraffuren verleihen dem Bild eine intime, beinahe nostalgische Stimmung. Durch Haltung und Laterne wirkt die zentrale Figur zugleich rätselhaft und einladend, was das weihnachtliche Empfinden verstärkt.

Technik

Es handelt sich um eine Kreidelithografie mit Schabertechnik, in Schwarz auf Büttenpapier gedruckt. Die Schraffuren wurden mit Lithografiekreide auf den Stein aufgetragen, während der Schaber Lichter und feine Linien gezielt aus der Fläche kratzte. Der Text wurde nachträglich von anderer Hand ergänzt, was auf die Verwendung als Notenblatt schließen lässt.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)