Kunstarchiv

← Henri de Toulouse-Lautrec Henri de Toulouse-Lautrec — Eros besiegt

Eros besiegt

Originaltitel: Eros Vanquished

Künstler
Henri de Toulouse-Lautrec
Datierung
1894
Technik
Lithograph on wove paper
Maße
sheet: 19 7/8 x 12 7/8 in. (50.5 x 32.7 cm)
Herkunft
Bequest of William S. Lieberman, 2005

kurzbeschreibung

Die mythische Erzählung von Eros besiegt: Henri de Toulouse-Lautrec hielt diesen Stoff 1894 in einer Lithografie fest. Zwei Hauptakteure bestimmen das Bild – eine Frau im langen Kleid mit Hut und ein Mann mit Pelzkragen. Gedruckt wurde das Blatt auf gewebtem Papier, es gehört in die Epoche des Fin de Siècle.

Beschreibung

Vorn dominiert eine Frau in wallendem, langem Gewand; ihr Hut erinnert an ein Insekt oder Getier. Sie trägt einen becher- oder krugähnlichen Gegenstand. Seitlich von ihr steht ein Mann in einer Jacke mit Pelzkragen und scheint ihr etwas darzureichen. Eine weitere Person mit Hut lehnt im Hintergrund an einem Stuhl. Der Bildaufbau wirkt in Bewegung, die Figuren agieren in lebhaften Posen; das Licht fällt gleichmäßig und weich, ohne kräftige Schatten.

Kontext

1894 entstand diese Lithografie in einer Phase, in der sich Toulouse-Lautrec stark mit dem Pariser Nachtleben und der Wiedergabe bewegter Figuren auseinandersetzte. Sie zählt zu seinem umfangreichen grafischen Werk, das häufig Szenen aus Kabaretts und Theatern aufgreift. Gedruckt wurde das Blatt auf gewebtem Papier – einem für künstlerische Drucke der Zeit gängigen Träger.

Wirkung

Die ungewöhnliche Kopfbedeckung der Frau und der bewegte Aufbau erzeugen eine verstörende und zugleich anziehende Wirkung. Weil Farbe fehlt, rücken Linienführung und Bewegungsdarstellung in den Vordergrund – ein Kennzeichen der Kunst des späten 19. Jahrhunderts.

Technik

Eine Lithografie auf gewebtem Papier: Bei diesem Verfahren zeichnet man mit Fettkreide auf einen Stein und druckt anschließend ab. So sind feine Abstufungen und eine lebendige Linienführung möglich, die hier der Bewegungsdarstellung dient.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)