Coquelin Aîné
Originaltitel: Coquelin Aîné
kurzbeschreibung
Henri de Toulouse-Lautrec schuf 1898 die Lithografie „Coquelin Aîné“, die den französischen Schauspieler Constant Coquelin in ungezwungener Haltung wiedergibt. Ausgeführt als Kreidelithografie auf Chinapapier, hält das Blatt einen flüchtigen Augenblick fest.
Beschreibung
Zu sehen ist ein Mann mit kurzem Haar und einem leicht nach hinten geschobenen Hut. Sein Blick wirkt freundlich und ein wenig verlegen, die Augen sind halb geschlossen, der Mund öffnet sich zu einem halben Lächeln. Bekleidet mit Hemd und Krawatte, hat er eine Hand leicht erhoben, als wolle er gerade etwas erläutern. Der Bildaufbau bleibt locker und spontan; lebhafte Linien deuten Bewegung an.
Kontext
Der 1841 geborene und 1909 verstorbene Constant Coquelin zählte zu den berühmtesten Schauspielern der Comédie-Française und glänzte vor allem in Molière-Rollen. Toulouse-Lautrec dürfte ihn in seinem Atelier oder bei einer Begegnung in Paris porträtiert haben. Das Blatt entstand in einer Zeit, in der sich der Künstler verstärkt Persönlichkeiten von Bühne und Kabarett widmete.
Wirkung
Das Lithografie wirkt ungezwungen und lebendig. Die lockere Strichführung und der wie zufällig eingefangene Moment verleihen dem Porträt eine intime, beinahe vertraute Stimmung. Wer davorsteht, hat das Gefühl, in ein Gespräch mit dem Dargestellten einbezogen zu sein.
Technik
Für dieses Werk wurde mit fettigen Kreiden direkt auf den Stein gezeichnet – eine Crayon-Lithografie. Gedruckt wurde auf Chinapapier, das für seine feine Struktur und hohe Qualität geschätzt wird. Die verschiedenen Grautöne entstehen durch die unterschiedliche Dichte der Kreideschichten und die Ätzung des Steins.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)