II. Dans la Glu
Originaltitel: II. Dans la Glu
kurzbeschreibung
Henri de Toulouse-Lautrec schuf 1898 die Lithographie „II. Dans la Glu“. Sie zeigt eine sitzende Halbfigur in schlichter Kleidung, den Blick nach links gerichtet. Das Blatt gehört zu einer Serie und entstand im Druckverfahren mit einem beigen Tonstein auf Büttenpapier.
Beschreibung
Eine sitzende Person erscheint als Halbfigur, nach links gewandt. Sie trägt ein einfaches Gewand, das von der Schulter bis zum Bauch reicht. Der Hintergrund bleibt karg; horizontale und diagonale Striche deuten eine Struktur oder ein Muster an. Grautöne in monochromer Abstufung bestimmen das Bild und lassen eine zeichnerische, skizzenhafte Ausführung erkennen. Das Licht fällt gleichmäßig, ohne sichtbare Schatten.
Kontext
Die Lithographie entstand 1898 als Teil einer Serie, in der sich Toulouse-Lautrec mit dem Pariser Nachtleben und seinen Randfiguren auseinandersetzte. Der Titel „Dans la Glu“ (In der Klebrigkeit) verweist auf ein Theaterstück von Oscar Méténier, uraufgeführt 1896. Lautrec war für seine Bilder von Sängerinnen, Tänzerinnen und Prostituierten in Montmartre bekannt. Zum Zeitpunkt der Entstehung hatte er mit Plakaten und Druckgrafiken bereits internationale Anerkennung erlangt.
Wirkung
Der Betrachter wird zunächst von der ruhigen, intimen Stimmung erfasst, die der reduzierte Bildaufbau und die zarten Linien hervorrufen. Die monochromen Grautöne schaffen Distanz und eine gewisse Melancholie, wie sie für Lautrecs spätere Arbeiten kennzeichnend ist.
Technik
Gedruckt wurde das Blatt als Lithographie mit einem beigen Tonstein auf Büttenpapier. Die feine Linienführung und die strukturierte Schattengebung lassen auf eine sorgfältige zeichnerische Arbeit auf dem Stein schließen. Der Tonstein ermöglichte subtile Abstufungen im Druck.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)