Kunstarchiv

← Henri de Toulouse-Lautrec Henri de Toulouse-Lautrec — In einen Spiegel schauen, aus der Serie "Elles"

In einen Spiegel schauen, aus der Serie "Elles"

Originaltitel: Looking in a Mirror, from "Elles"

Künstler
Henri de Toulouse-Lautrec
Datierung
1896
Technik
Lithograph printed in three colors on wove paper
Maße
20-7/16 x 15-3/4 in. (51.9 x 40.0 cm)
Herkunft
Bequest of Scofield Thayer, 1982

kurzbeschreibung

Henri de Toulouse-Lautrec schuf 1896 die Lithografie „In einen Spiegel schauen“ – ein Blatt, auf dem eine Frau sich in einem Handspiegel mustert. Gedruckt wurde es in drei Farben auf Büttenpapier. Es gehört zu der Folge „Elles“, in der Szenen aus dem Alltag von Frauen in Bordellen festgehalten sind.

Beschreibung

In einem karg möblierten Zimmer steht die Frau und hält den Spiegel in der rechten Hand. Hinter ihr erheben sich auf einem Podest eine Statue sowie ein Tisch mit einem darauf liegenden Gegenstand. Links ist ein Stuhl mit gelbem Stoffbezug zu erkennen, rechts liegen Schuhe am Boden. Grau beherrscht die Farbigkeit, Gelb setzt Akzente, ebenso die Schuhe. Von links trifft das Licht ein und betont die Frau und den Spiegel.

Kontext

Die „Elles“-Folge entstand 1896 und widmet sich dem täglichen Leben von Prostituierten in Pariser Bordellen. Grundlage waren eingehende Studien des Künstlers in diesen Häusern; die Lithografien erschienen in einer Auflage von 100 Stück. In dem Werk zeigt sich Toulouse-Lautrecs anhaltendes Interesse an den Randgruppen der Gesellschaft.

Wirkung

Der ungleiche Bildaufbau und die gelassene Haltung der Frau ergeben eine vertraute, nachdenkliche Atmosphäre. Weil fast alles in Grau gehalten ist und nur wenige Farben hinzutreten, richtet sich der Blick auf die Hauptfigur und ihren Spiegel.

Technik

Für den Druck in drei Farben auf Büttenpapier wurde die Lithografie genutzt, wodurch sich die Töne fein abstufen lassen. Der impressionistische Stil äußert sich in der genauen Wiedergabe von Texturen und in der hellen Beleuchtung.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)