Die sitzende Clownin (Mademoiselle Cha-u-ka-o), aus „Elles“
Originaltitel: The Seated Clowness (Mademoiselle Cha-u-ka-o), from "Elles"
kurzbeschreibung
1896 entstand Henri de Toulouse-Lautrecs Lithografie „Die sitzende Clownin (Mademoiselle Cha-u-ka-o)“, die eine Frau im Clownskostüm auf einem roten Podest zeigt. Das Blatt ist Teil der Serie „Elles“, in der Szenen aus dem Pariser Vergnügungsviertel Montmartre festgehalten sind. Ausgeführt wurde das Werk als Kreide-, Pinsel- und Spritzlithografie in fünf Farben auf Büttenpapier.
Beschreibung
Eine Frau mit auffälligem gelbem Kragen und weißem Haarband, das eine gelbe Schleife trägt, sitzt auf einem roten Podest. Hinter ihr erscheinen zwei Figuren: eine in rosa Kleid, eine andere in grauem Anzug mit schwarzem Topfhut. Warmes, weiches Licht liegt über der Szene und betont die Töne Gelb, Rot und Braun. Kreide- und Pinselstriche verleihen dem Bild eine detailreiche, lebendige Wirkung.
Kontext
Die Mappe „Elles“ schuf Toulouse-Lautrec 1896, nachdem er sich in Bordellen und Kabaretts von Montmartre aufgehalten hatte. Darin zeigt er Frauen in privaten und beruflichen Situationen, häufig mit ironischen oder distanzierten Titeln. Mademoiselle Cha-u-ka-o war eine bekannte Clownin im Pariser Zirkus- und Varietémilieu. In dieser Zeit etablierte der Künstler die Druckgrafik als eigenständiges künstlerisches Medium.
Wirkung
Leuchtende Farben und die entspannte Sitzhaltung der Figur rufen eine zwiespältige Stimmung hervor, die zwischen Bühnenpräsenz und Intimität schwankt. Die warme Beleuchtung und der reduzierte Bildaufbau lenken den Blick auf die Clownin, deren Kostüm zugleich exotisch und alltäglich anmutet.
Technik
Für dieses Blatt kombinierte Toulouse-Lautrec Kreide, Pinsel und Spritztechnik mit einem Schaber in der Lithografie. Gedruckt wurde in fünf Farben auf Büttenpapier mit Wasserzeichen. Da nur ein einziger Zustand (only state) vorliegt, lässt sich eine sorgfältige Kontrolle des Druckprozesses durch den Künstler annehmen.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)