Réjane und Galipaux in Madame Sans-Gêne (1893, Met-Objekt 898)
Originaltitel: Réjane and Galipaux, in Madame Sans-Géne
kurzbeschreibung
Henri de Toulouse-Lautrec schuf 1893 diese Kreidelithografie, die die Schauspieler Gabrielle Réjane und Galipaux in einer Szene aus Madame Sans-Gêne festhält. Das Blatt liegt als einziger Zustand auf Japanpapier vor und rückt das lebhafte Miteinander der Figuren in den Vordergrund.
Beschreibung
Vorn erkennt man eine Frau mit Hut und langärmeliger Bluse, deren Gewand in einer schwungvollen Pose fließt. Ein Mann im Anzug neben ihr hat die Hand an ihr Gesicht gelegt, während dahinter eine dritte Gestalt ohne Gesichtszüge nur andeutungsweise erscheint. Der Bildaufbau wirkt asymmetrisch: Die Frau steht im Mittelpunkt, der Mann ist leicht nach rechts gerückt. Grau- und Weißtöne bestimmen die monochrome Zeichnung; von vorn einfallendes Licht setzt die Konturen deutlich.
Kontext
Victorien Sardous Theaterstück Madame Sans-Gêne wurde 1893 in Paris uraufgeführt und wurde ein großer Erfolg. Toulouse-Lautrec, häufig im Pariser Nachtleben und in Theatern unterwegs, porträtierte die Hauptdarstellerin Gabrielle Réjane, die für ihr lebhaftes Spiel geschätzt wurde. Die Lithografie gehört zu einer Reihe von Theaterdarstellungen, die der Künstler in den 1890er Jahren anfertigte.
Wirkung
Der Betrachter spürt den unmittelbaren, beinahe intimen Augenblick des Bühnengeschehens. Ausdrucksstarke Linien und die Betonung von Bewegung verleihen der Szene eine lebendige, theatralische Energie, die den Blick in das Geschehen hineinzieht.
Technik
Als Kreidelithografie auf Japanpapier wurde das Blatt in nur einem Zustand gedruckt. Dieses Verfahren erlaubte Toulouse-Lautrec, zarte Schattierungen mit kräftigen Linien zu verbinden, was die dynamische Wirkung der Figuren unterstützt.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)