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Für dich! (aus Les Vieilles Histoires)

Originaltitel: For You! (from Les Vieilles Histoires)

Künstler
Henri de Toulouse-Lautrec
Datierung
1893
Technik
Lithograph on imitation japan paper; only state
Maße
Sheet: 14 3/16 × 10 5/8 in. (36 × 27 cm) Image: 10 13/16 × 7 3/4 in. (27.5 × 19.7 cm)
Herkunft
Bequest of Scofield Thayer, 1982

kurzbeschreibung

Henri de Toulouse-Lautrec schuf 1893 die Lithografie „Für dich!“ als Teil seiner Reihe „Les Vieilles Histoires“. Sie zeigt einen lächelnden Mann mit Pfeife, während im hinteren Bereich eine schwer deutbare Gestalt erscheint. Gedruckt wurde das Blatt auf nachgeahmtem Japanpapier.

Beschreibung

Links im Bild dominiert ein lächelnder Herr im dunklen Anzug, eine Pfeife haltend, im Halbprofil. Rechts hinten neigt sich eine Figur mit auffallender Frisur und merkwürdigem Mienenspiel über ein Gebilde oder Gerät. Der Bildaufbau wirkt asymmetrisch, das Hauptgewicht liegt links, das rätselhafte Element rechts. Grau beherrscht die Farbigkeit, lediglich ein beiger Schimmer im Fond lockert sie auf. Klare Umrisse und abgestufte Schattierungen kennzeichnen den lithografischen Duktus.

Kontext

Die Lithografie entstand 1893 und gehört zu „Les Vieilles Histoires“, einer Folge, die auf Gedichten von Jean Goudezki fußt. Toulouse-Lautrec war in den 1890er-Jahren vor allem für seine Plakate und Druckgrafiken bekannt, die das Pariser Nachtleben einfingen. Damals erlebte die Lithografie als künstlerisches Ausdrucksmittel eine neue Blüte. Der Druck liegt in nur einem Zustand auf imitiertem Japanpapier vor, wie es der damaligen Praxis entsprach.

Wirkung

Die zurückgenommene Farbigkeit und die eigentümliche Figurenanordnung verleihen dem Blatt eine Mischung aus Nähe und Rätselhaftigkeit. Dass der lächelnde Mann und die seltsame Gestalt im Fond aufeinandertreffen, sorgt für einen leichten Stich der Irritation, der den Blick festhält. Zarte Schattierungen und scharfe Konturen geben dem Druck eine elegante, zeichnerische Präsenz.

Technik

Ausgeführt wurde die Arbeit als Lithografie auf imitiertem Japanpapier, in einem einzigen Zustand. Das Verfahren beruht auf der Abstoßung von Fett und Wasser auf Stein oder Metallplatte; Toulouse-Lautrec arbeitete mit präzisen Konturen und differenzierten Grauwerten. Das nachgeahmte Japanpapier verleiht dem Druck eine glatte, leicht glänzende Oberfläche, welche die feinen Linien hervortreten lässt.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)