Madame Réjane
Originaltitel: Madame Réjane
kurzbeschreibung
Henri de Toulouse-Lautrec schuf 1898 die Lithographie „Madame Réjane“, die die gefeierte französische Schauspielerin in einer eleganten Pose festhält. Das Blatt, eine Lithographie auf Büttenpapier, misst 47,0 x 32,99 cm.
Beschreibung
Zu sehen ist eine Frau in eleganter Kleidung: ein gestreifter Zylinderhut, eine Jacke mit Kragen und eine Schärpe. Sie präsentiert sich frontal und ihr Blick geht leicht nach links. Vertikale Streifen im Hintergrund deuten einen Vorhang oder eine ähnliche Struktur an. Die Farbigkeit bleibt monochrom in verschiedenen Grautönen, die durch die Schattierungen der Lithographie entstehen.
Kontext
Als Toulouse-Lautrec das Porträt 1898 anfertigte, war er in Paris bereits als führender Plakat- und Porträtkünstler etabliert. Madame Réjane, mit bürgerlichem Namen Gabrielle-Charlotte Réju, zählte zu den bekannten Theaterschauspielerinnen und feierte Erfolge in Paris und international. Toulouse-Lautrec porträtierte sie mehrfach, darunter in Lithographien für Theaterprogramme und Affichen.
Wirkung
Der Zylinderhut und die strenge Frontalität betonen die elegante, fast androgyne Erscheinung der Dargestellten. Die monochrome Grautonpalette gibt dem Blatt eine zurückhaltende, aber dennoch präsente Ausstrahlung, die den Blick auf Mimik und Haltung der Schauspielerin lenkt.
Technik
Für dieses Blatt kam die Lithographie zum Einsatz, ein Flachdruckverfahren, bei dem mit Fettkreide auf einen Stein gezeichnet und anschließend gedruckt wird. Die feinen Linien und Schattierungen lassen die charakteristische Strichführung Toulouse-Lautrecs erkennen, der die Lithographie in den 1890er Jahren zu einer eigenständigen Kunstform weiterentwickelte. Als Papier diente Bütten, das für hochwertige Drucke Verwendung fand.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)