Die Loge mit der vergoldeten Maske (1893)
Originaltitel: The Box with the Gilded Mask
kurzbeschreibung
Henri de Toulouse-Lautrec schuf 1893 die Lithografie „Die Loge mit der vergoldeten Maske“. Zu sehen ist eine Frau in einem Theaterlokal, deren Gesicht eine goldene Maske verbirgt. Gedruckt wurde das Blatt in fünf Farben von einer mit Kreide, Pinsel und Spritztechnik bearbeiteten Steinplatte auf nachgeahmtem Japanpapier.
Beschreibung
Vorn sitzt eine rothaarige Frau in schwarzer Jacke und schwarzem Hut mit Feder; vor ihrem Gesicht liegt eine goldene Maske, und in der Hand hält sie eine Brille. Ein gelber Engel mit ausgebreiteten Armen schwebt neben ihr. Der Hintergrund besteht aus roten Vorhängen, die an eine Theaterbühne erinnern.
Kontext
Das Blatt entstand 1893, als Toulouse-Lautrec das Pariser Nachtleben und seine Vergnügungsorte häufig zum Thema machte. Die Lithografie gehört zu seiner Beschäftigung mit der Bühnenwelt und der Halbwelt, die in vielen seiner Arbeiten wiederkehrt. Die maskierte Frau verweist auf die Vorliebe des Fin de Siècle für Maskeraden und die Inszenierung von Identität.
Wirkung
Goldene Maske, roter Grund und der schwebende gelbe Engel erzeugen eine surreale, traumartige Stimmung. Die wenigen Farben und die ausdrucksstarken Linien geben dem Bild eine direkte, fast plakative Wirkung, die den Betrachter sofort anspricht.
Technik
Für dieses Blatt nutzte Toulouse-Lautrec die Lithografie und arbeitete den Stein mit Kreide, Pinsel, Spritztechnik und Schaber aus. Der Druck erfolgte in fünf Farben auf nachgeahmtem Japanpapier; es existiert nur dieser eine Zustand.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)