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Luce Myrès (Frontansicht)

Originaltitel: Luce Myrès (Front View)

Künstler
Henri de Toulouse-Lautrec
Datierung
1895
Technik
Crayon and spatter lithograph printed in sanguine on wove paper; only state
Maße
Image: 14 3/8 × 9 5/8 in. (36.5 × 24.5 cm) Sheet: 20 1/16 × 14 15/16 in. (51 × 37.9 cm)
Herkunft
Gift of Philip Hofer, 1934

kurzbeschreibung

1895 entstand Henri de Toulouse-Lautrecs Lithografie „Luce Myrès (Frontansicht)“, ein Porträt einer sinnenden Frau. Ausgeführt als Kreide- und Spatterlithografie, wurde das Blatt in Sanguin auf Velinpapier gedruckt.

Beschreibung

Die Dargestellte hält die Augen geschlossen und trägt eine Blume im Haar; in ihrer Hand ruht ein Fächer. Ihre Haltung wirkt ruhig und in sich gekehrt. Hinter ihr erstreckt sich eine unscharfe, vertikal gestreifte Fläche, vermutlich ein Vorhang. Die Farbigkeit bleibt monochrom und reicht von Weiß bis zu einem sehr hellen Rosa, hervorgebracht durch Kreide und Spritztechnik. Das Licht verteilt sich gleichmäßig, ohne auffällige Schatten. Der Stil ist zeichnerisch und realistisch, ganz auf die Figur und ihre Pose konzentriert.

Kontext

Toulouse-Lautrec widmete sich 1895 intensiv der Pariser Unterhaltungskultur und ihren Akteuren. Die porträtierte Luce Myrès war eine Schauspielerin und Sängerin, die in Montmartre auftrat. Das Blatt gehört zu einer Reihe von Bildnissen, die Lautrec für Theaterprogramme und Werbezwecke anfertigte. Es liegt nur ein einziger Zustand vor, ausgeführt in Sanguin, einem rötlichen Druckton.

Wirkung

Die geschlossenen Augen und die ruhige Körperhaltung vermitteln eine intime, beinahe meditative Atmosphäre. Durch die monochrome Farbgebung und die weichen Konturen erhält das Porträt etwas Zartes, Verletzliches. Der reduzierte Hintergrund lenkt den Blick ganz auf die Figur und ihre innere Stille.

Technik

Bei dieser Kreide- und Spatterlithografie wurden Tusche oder Kreide auf den Stein aufgetragen und mit einer Spritztechnik verbunden. Gedruckt wurde in Sanguin, einem rötlichen Farbton, auf Velinpapier. Vom Druck existiert nur ein einziger Zustand, was auf eine sorgfältige Kontrolle des künstlerischen Prozesses schließen lässt.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)