Paula Brébion (aus dem Le Café Concert)
Originaltitel: Paula Brébion (from Le Café Concert)
kurzbeschreibung
Henri de Toulouse-Lautrec schuf 1893 die Lithografie „Paula Brébion“ als Teil der Serie „Le Café Concert“. Zu sehen ist eine Frau von hinten, die mit der rechten Hand an die Stirn greift, um sich die Haare zu richten. Gedruckt wurde das Blatt in hellem Olivgrün auf Velinpapier.
Beschreibung
Die Rückenansicht einer Frau prägt das Bild: Ihr Oberteil gibt Schultern und Rücken frei, das Haar ist zu einem Knoten geschlungen. Die rechte Hand führt zur Stirn. Klare, sparsame Konturen umreißen die Figur, während der Hintergrund weiß und leer bleibt und so die Silhouette betont. Unten im Blatt findet sich ein kleines Signet oder Monogramm. Einheitlich helles Olivgrün durchzieht die gesamte Ansicht, ohne weitere Farben oder Lichtwirkungen.
Kontext
Für die Mappe „Le Café Concert“, die 1893 bei der Pariser Galerie Boussod, Valadon et Cie erschien, fertigte Toulouse-Lautrec diese Lithografie an. Sie reiht sich in eine Folge von Porträts von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Pariser Vergnügungsmilieu ein. Paula Brébion war eine Sängerin, die in Cafés-concerts auftrat. Die Mappe wurde in einer Auflage von 100 Exemplaren veröffentlicht und half, Lautrecs Lithografien bekannt zu machen.
Wirkung
Die Beschränkung auf einen einzigen Olivton und die leere Fläche lenken den Blick direkt auf Haltung und Gestus der Figur. Durch die Rückenansicht entsteht eine intime, beobachtende Distanz, wie sie für Lautrecs Porträts kennzeichnend ist. Die schlichte Linienführung gibt dem Blatt eine moderne, plakative Ausstrahlung.
Technik
Als Pinsellithografie wurde das Werk in nur einem Zustand auf Velinpapier gedruckt. Ein helles Olivgrün, mit dem Pinsel unmittelbar auf den Stein gebracht, bestimmt die Farbe. Diese Vorgehensweise ermöglicht fließende, ausdrucksstarke Konturen, die an eine rasche Skizze erinnern.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)