Marcelle Lender und Eva Lavalliére in einer Revue im Variétés
Originaltitel: Marcelle Lender and Eva Lavalliére in a Revue at the Variétés
kurzbeschreibung
Zwei Tänzerinnen und eine weitere Figur füllen die Bühne des Pariser Variétés-Theaters in dieser Kreidelithografie von Henri de Toulouse-Lautrec aus dem Jahr 1895. Gedruckt in Olivgrün auf Büttenpapier, vermittelt das Blatt einen lebendigen Eindruck der Aufführung, wobei die Figuren nur skizzenhaft angedeutet sind.
Beschreibung
Vorn wendet sich eine Person in Uniform und Mütze leicht nach links. Ihr zur Seite stehen zwei Frauen, die sich ihr zuwenden: Die eine trägt ein langärmliges Kleid und dunkles Haar, die andere ein kurzärmliges Kleid und helleres Haar. Hinter ihnen deutet sich weiteres Revuepersonal an, das die Bühne bevölkert. Flächig und skizzenhaft bleiben die Gestalten, einheitlich in Olivgrün auf weißem, gewebtem Papier ausgeführt. Der Bildaufbau wirkt asymmetrisch: die Hauptfiguren in der Mitte, die Hintergrundpersonen zu den Seiten verteilt.
Kontext
1895 entstand diese Lithografie für das Variétés-Theater in Paris, wo Marcelle Lender und Eva Lavalliére in einer Revue auftraten. Toulouse-Lautrec war für seine Szenen aus dem Pariser Nachtleben bekannt, besonders für Theater- und Kabarettmotive. In einer Zeit, in der die Lithografie als künstlerisches Ausdrucksmittel an Bedeutung gewann, nutzte er sie für Plakate und Druckgrafiken.
Wirkung
Die reduzierte Farbigkeit und die skizzenhafte Ausführung verleihen dem Blatt eine dynamische, lebendige Note, ohne ins Detail zu gehen. Olivgrün taucht die Szene in eine einheitliche, fast nächtliche Stimmung, welche die Bühnenpräsenz der Figuren unterstreicht. Der Betrachter spürt die Bewegung und das Licht der Aufführung.
Technik
Eine Kreidelithografie, gedruckt in Olivgrün auf Büttenpapier, die nur in einem Zustand existiert. Das Medium erlaubte Toulouse-Lautrec feine Linien und Schattierungen, wobei die skizzenhafte Qualität für seine Druckgrafiken typisch ist.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)