Marie Dihau (1843–1935)
Originaltitel: Marie Dihau (1843–1935)
kurzbeschreibung
Edgar Degas malte Marie Dihau 1867–68 in Öl auf Leinwand. Zu sehen ist die Musikerin im Halbprofil, mit Hut und pelzverbrämter Jacke, an einem Tisch mit einer Vase und einer Frucht.
Beschreibung
Marie Dihau sitzt im Seitenprofil und schaut nach links. Ihr dunkler Hut trägt eine Blume, die schwarze Jacke ist mit Pelz besetzt. Vorn auf dem Tisch steht eine bemalte Vase in Rot und Grün, daneben liegt eine Frucht auf einem Teller. Seitenlicht fällt ein und hebt die Umrisse der Figur und der Dinge hervor. Die Palette bleibt zurückhaltend, der Farbauftrag der Ölmalerei ist gut zu erkennen. Der Bildaufbau wirkt schlicht und ganz auf die Frau und die Gegenstände gerichtet.
Kontext
In den späten 1860er Jahren porträtierte Degas die Pianistin Marie Dihau, eine enge Vertraute. Damals wandte er sich verstärkt der Porträtmalerei zu und löste sich von der akademischen Historienmalerei. Dihau gehörte zum Künstlerkreis um Degas, der regelmäßig im Pariser Salon verkehrte. Das Bild zeigt eine zwanglose, private Szene, wie sie Degas' Vorliebe für ungezwungene Alltagsmotive entspricht.
Wirkung
Der schlichte Aufbau und die gedämpften Farben geben dem Porträt eine ruhige, vertraute Stimmung. Der Blick zur Seite und das weiche Licht lassen eine nachdenkliche Atmosphäre entstehen, die den Betrachter zur stillen Beobachtung einlädt.
Technik
Ölfarbe auf Leinwand, wobei die Pinselspuren sichtbar bleiben und eine pastose Oberfläche bilden. Degas modellierte mit feinen Übergängen von Licht und Schatten die Stofflichkeit der Kleidung und die Oberflächen der Gegenstände. Die kleinen Maße von etwa 22 x 27 cm lassen auf eine intime, skizzenhafte Ausführung schließen.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)