Frau, die in einer flachen Wanne badet
Originaltitel: Woman Bathing in a Shallow Tub
kurzbeschreibung
Anders als viele vergleichbare Aktdarstellungen seiner Zeit zeigt Edgar Degas’ Blatt von 1885 eine Frau von hinten in einer flachen Wanne, nicht als Schaustück, sondern in einem beiläufigen Moment. Der Künstler kombinierte Kohle und Pastell auf hellgrünem Bütten, das inzwischen warmgrau nachgedunkelt und auf Seidengaze kaschiert ist. Die Figur sitzt mit dem Rücken zum Betrachter, die Hände vor dem Körper verschränkt.
Beschreibung
Rückenansicht: Eine Frau hockt in einer flachen Wanne, bekleidet mit einem weißen Stoff, der über Schultern und Rücken fällt. Das Wasser darin erscheint dunkel und nimmt Umgebungsreflexe auf. Ein blauer Vorhang bildet den Hintergrund. Von oben einfallendes Licht modelliert die Körperformen und Schatten, während die gesamte Farbigkeit zurückhaltend bleibt.
Kontext
In den 1880er Jahren widmete sich Degas verstärkt dem weiblichen Akt in alltäglichen, privaten Momenten. Für solche Studien nutzte er häufig Pastell, das er in zahlreichen Lagen auftrug, um nuancierte Farbklänge zu erreichen. Das vorliegende Werk fällt in eine Phase, in der er sich vom reinen Impressionismus löste und zu einer eigenen, stark zeichnerisch bestimmten Bildsprache fand.
Wirkung
Die Frau scheint ganz bei sich zu sein, unberührt vom Blick des Betrachters. Diese Ruhe und Konzentration teilt sich dem Bild mit. Gedeckte Töne und sanftes Licht schaffen eine Atmosphäre von Intimität und stiller Sammlung.
Technik
Als Grundlage diente grünes Büttenpapier, das später auf Seidengaze aufgezogen wurde. Degas arbeitete mit Kohle und Pastell: Die Kohle diente der Konturierung, das Pastell setzte farbige Akzente. Durch den schichtweisen Auftrag des Pastells entstand eine samtige Oberfläche, die das Licht weich bricht.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)