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Bei der Modistin (1882)

Originaltitel: At the Milliner's

Künstler
Edgar Degas
Datierung
1882
Technik
Pastel on pale gray wove paper (industrial wrapping paper), laid down on silk bolting
Maße
30 x 34 in. (76.2 x 86.4 cm)
Herkunft
H. O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H. O. Havemeyer, 1929

kurzbeschreibung

Edgar Degas fertigte 1882 ein Pastell mit dem Titel „Bei der Modistin“ (At the Milliner's). Zu sehen sind zwei Frauen in einem Innenraum, die sich mit Hüten beschäftigen. Das Blatt ist in Pastell auf grauem Papier ausgeführt. Es veranschaulicht Degas' Vorliebe für Szenen des täglichen Lebens und für die Wiedergabe moderner Frauen.

Beschreibung

Links steht eine Frau in einer dunklen Jacke mit Pelzbesatz und einem blumengeschmückten Hut; sie hat die Hand ans Ohr gelegt. Rechts befindet sich eine zweite Frau in einem schlichten Kleid vor einem großen Spiegel, in dem ein gelber Hut erscheint. Ein orangefarbener Wandstreifen und ein dunkler Boden prägen den Hintergrund, das Licht kommt von links. Die Figuren sind weich und ohne präzise Modellierung gehalten, was dem impressionistischen Stil entspricht.

Kontext

In den 1880er Jahren widmete sich Degas eingehend dem Pariser Alltagsleben, besonders Frauen in privaten oder beruflichen Augenblicken. Modistinnen waren bei den Impressionisten beliebt, weil sie Einblicke in Mode und städtisches Leben boten. Degas arbeitete für dieses Pastell auf industriellem Packpapier, ein Hinweis auf seine Neugier auf ungewöhnliche Materialien.

Wirkung

Die lockere, pastose Technik und die warme Farbwahl verleihen dem Bild eine unmittelbare Lebendigkeit. Durch die asymmetrische Anordnung und den Blick in den Spiegel entsteht räumliche Tiefe, die den Betrachter dazu einlädt, die Szene zu erkunden. Weiche Konturen und die Betonung von Texturen erzeugen eine intime, beinahe flüchtige Stimmung.

Technik

Für dieses Werk nutzte Degas Pastell auf blassgrauem, gewebtem Papier, das auf Seidengaze aufgezogen wurde. Diese ungewöhnliche Unterlage gab dem Blatt eine eigene Struktur und Haltbarkeit. Die Pastellkreide trug er in mehreren Schichten auf, wodurch die leuchtenden, aber dennoch weichen Farben entstanden.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)