Beim Verlassen des Bades
Originaltitel: Leaving the Bath
kurzbeschreibung
Edgar Degas' Radierung „Beim Verlassen des Bades“ (1879–80) führt zwei Frauen in einem Innenraum vor, die sich mit Tüchern trocknen. Ausgeführt als Kaltnadelradierung mit Aquatinta auf Büttenpapier, gehört das Blatt zu einer Folge von mindestens 22 Druckzuständen.
Beschreibung
Zwei Gestalten bestimmen den Vordergrund: Eine neigt sich vor und legt ein großes, helles Tuch über die Schulter, während die andere nahe dem Fenster ein vergleichbares Tuch hält. Bäume und ein Fenster, durch das Licht fällt, bilden den rückwärtigen Bereich. Ruhig und alltäglich wirkt die Anordnung, symmetrisch gegliedert. In Graustufen bleibt das Bild monochrom; zarte Linien und Schattierungen formen Texturen und Körper.
Kontext
In den Jahren 1879–80, einer Zeit intensiver Auseinandersetzung mit dem Badethema, entstand diese Radierung. Sie gehört zu einer Reihe von Drucken, die Degas in mehreren Zuständen überarbeitete; der vorliegende Abzug ist der fünfzehnte von mindestens 22. Damals probierte er Kaltnadel und Aquatinta aus, um weiche Tonwerte zu gewinnen. Das Motiv des privaten Badezimmers kehrt in seinem Spätwerk wieder.
Wirkung
Eine vertrauliche, stille Atmosphäre des Alltags stellt sich ein. Zarte Linien und die Lichtführung richten den Blick auf die Figuren und bewirken eine ruhige, nahezu meditative Stimmung.
Technik
Kaltnadel und Aquatinta auf Büttenpapier kommen hier zusammen. Die Kaltnadel hinterlässt kräftige, leicht erhabene Linien, die Aquatinta erlaubt sanfte Grautöne. Der fünfzehnte Zustand bezeugt eine sorgfältige Bearbeitung der Platte.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)