Selbstporträt (1857, Met-Objekt 511)
Originaltitel: Edgar Degas: Self-Portrait
kurzbeschreibung
1857 schuf Edgar Degas dieses Selbstporträt als Radierung mit Kaltnadelüberarbeitung, im dritten von vier Zuständen. Anders als viele zeitgenössische Bildnisse zeigt es den Künstler im Halbprofil, mit breitkrempigem Hut und Jacke, in ruhiger, nachdenklicher Pose. Ausgeführt ist es als Schwarzweißdruck auf Papier.
Beschreibung
Zu sehen ist Degas im Halbprofil, das Gesicht jedoch fast frontal zum Betrachter gewandt. Ein breitkrempiger Hut sitzt auf dem Kopf, die Jacke rutscht von der Schulter herab. Der Hintergrund bleibt karg: lediglich eine flache, unbestimmte Wand, die den Blick auf den Künstler konzentriert. Feine Linien und Schraffuren modellieren die Oberflächen von Jacke und Hut. Das gleichmäßig verteilte Licht arbeitet Konturen und Schatten von Gesicht und Kleidung heraus.
Kontext
Entstanden ist das Blatt 1857 während Degas' Italienaufenthalt, in dem er sich intensiv mit der Druckgrafik auseinandersetzte. Es gehört zu seinen frühen Selbstbildnissen, die er in unterschiedlichen Techniken ausführte. In der Radierung wird der Einfluss der alten Meister sichtbar, die Degas auf seiner Reise studierte.
Wirkung
Die Haltung wirkt entspannt und nachdenklich, unterstützt durch den gleichmäßigen Lichteinfall. Feine Linien und der reduzierte Hintergrund lenken den Blick auf das Gesicht des Künstlers. So entsteht eine intime, selbstreflexive Stimmung.
Technik
Ausgeführt ist das Werk als Radierung mit Kaltnadelarbeit, bei der die Linien direkt in eine Metallplatte geritzt werden. Der dritte von vier Zuständen zeigt eine bereits ausgearbeitete Anordnung mit feinen Schraffuren. Die Monochromie und die präzise Linienführung sind typisch für die Druckgrafik des 19. Jahrhunderts.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)