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Auf der Bühne III

Originaltitel: On Stage III

Künstler
Edgar Degas
Datierung
1876–77
Technik
Softground etching,drypoint, and roulette on wove paper; fourth state of five
Maße
sheet: 6 13/16 x 9 13/16 in. (17.3 x 25 cm) plate: 3 7/8 x 5 in. (9.9 x 12.7 cm)
Herkunft
Rogers Fund, 1921

kurzbeschreibung

Edgar Degas schuf diese Radierung in den Jahren 1876–77. Zu sehen ist eine Szene mit drei Figuren in einer waldähnlichen Umgebung. Ausgeführt ist das Blatt als Softground-Ätzung, Kaltnadel und Roulette auf Büttenpapier; es liegt der vierte Zustand von fünf vor.

Beschreibung

Drei Gestalten bestimmen den vorderen Bereich: Eine Person in einem langen, dunklen Gewand neigt sich nach rechts, während eine zweite in hellem Kleid mit langem dunklem Haar sich nach links dreht und zugleich nach rechts schaut. Eine dritte Figur, nach links gewandt, erscheint nur ausschnittsweise. Hinter ihnen deuten skizzenhafte Striche Bäume und Sträucher an, was eine natürliche, leicht düstere Stimmung hervorruft. Der Bildaufbau wirkt asymmetrisch, das Licht diffus, die Palette bleibt in Grautönen monochrom.

Kontext

In einer Phase, in der Degas sich stark mit Ballett und Theater auseinandersetzte, entstand dieses Blatt – allerdings zeigt es eine für ihn ungewöhnliche Situation abseits des Bühnenraums. Dass die Radierung in mehreren Zuständen vorliegt, verweist auf ein experimentelles Vorgehen. Sie gehört zu einer Reihe von Druckgrafiken, die Degas in den 1870er-Jahren schuf und die oft aus dem Austausch mit Malerkollegen des Impressionismus hervorgingen.

Wirkung

Das düstere, diffuse Licht und die skizzenhafte Ausführung rufen eine nachdenkliche, beinahe schwermütige Stimmung hervor. Die ausdrucksstarke Strichführung und die ungewohnte Perspektive geben dem Blatt etwas Modernes, fast Dramatisches, das von der üblichen heiteren Note impressionistischer Arbeiten abweicht.

Technik

Kaltnadel, Softground-Ätzung und Roulette auf Büttenpapier kommen hier zusammen. Mit diesen Verfahren lassen sich feine, samtige Linien und weiche Tonabstufungen erzielen, welche die monochrome Wirkung tragen. Dass der vierte von fünf Zuständen vorliegt, belegt, wie Degas die Platte mehrfach überarbeitete, um Textur und Tiefe zu erreichen.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)