Der Kupferstecher Joseph Tourny (1857, Met-Objekt 502)
Originaltitel: The Engraver Joseph Tourny
kurzbeschreibung
Edgar Degas schuf 1857 die Radierung „Der Kupferstecher Joseph Tourny“. Sie zeigt den Kupferstecher in einem Innenraum. Es handelt sich um einen Abdruck der sechsten Auflage auf japanischem Büttenpapier, der zu Degas' frühen grafischen Arbeiten zählt.
Beschreibung
Ein Mann mit Mütze und Kragenhemd, die Arme verschränkt, blickt den Betrachter direkt an. Hinter ihm verläuft eine Wand mit vertikalen Streifen. Unten im Bild erscheint ein kleinerer, unscharfer Kopf, vielleicht ein Selbstporträt oder ein Symbol. Graustufen und Schraffuren modellieren Licht und Schatten. Der Mann als Hauptmotiv steht im Vordergrund, der Bildaufbau ist zentral.
Kontext
1857, während seiner prägenden Jahre in Italien, widmete sich Degas intensiv der Druckgrafik und den Werken alter Meister. Die Radierung entstand in dieser Zeit. Joseph Tourny war ein bekannter Kupferstecher; Degas porträtierte ihn als Hommage an das Handwerk der Druckgrafik. Die sechste Auflage auf japanischem Büttenpapier verweist auf eine spätere, sorgfältig kontrollierte Drucklegung.
Wirkung
Feine Linienführung und die ruhige, konzentrierte Ausstrahlung des Porträtierten prägen das Blatt. Die präzise Schraffur verdichtet die Textur und verleiht der Ansicht eine intime, fast grafisch-klassische Anmutung.
Technik
Bei der Radierung ritzt man die Zeichnung in eine Ätzgrundschicht auf einer Kupferplatte und ätzt sie anschließend. Gedruckt wurde auf japanischem Büttenpapier, das für seine feine Oberfläche und hohe Saugfähigkeit geschätzt wird. Die sechste Auflage lässt auf einen wiederholten Druckprozess schließen, bei dem die Platte mehrfach überarbeitet wurde.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)