Selbstporträt (1857, Met-Objekt 498)
Originaltitel: Self-Portrait
kurzbeschreibung
1857 schuf Edgar Degas dieses Selbstporträt als Radierung auf Bütten. Zu sehen ist der Künstler im Halbprofil, sitzend, mit Mütze und Jacke. Es handelt sich um den ersten von vier Zuständen, ein frühes Blatt aus Degas' grafischem Schaffen.
Beschreibung
Der Blick fällt auf einen sitzenden Mann im Halbprofil, bekleidet mit Mütze und einer Jacke mit Kragen. Feine parallele Striche und Schraffuren modellieren den Stoff von Jacke und Mütze. Der Hintergrund bleibt karg und rückt die Figur in den Vordergrund. Gleichmäßiges Licht, keine Schatten, die Palette bleibt in Grautönen. Realistisch und zeichnerisch genau.
Kontext
Entstanden 1857 während Degas' Italienaufenthalt, in dem er sich mit den alten Meistern beschäftigte. Die Radierung fällt in eine Zeit, in der dieses Medium in Frankreich eine Wiederbelebung erfuhr. Degas hat nur wenige Radierungen hinterlassen; dieses Selbstporträt zählt zu den seltenen Zeugnissen seiner frühen grafischen Versuche.
Wirkung
Vom ersten Blick an herrscht Ruhe: Die präzise Schraffur und die klare Linienführung bündeln die Aufmerksamkeit. Gleichmäßiges Licht und der schlichte Hintergrund lenken den Blick direkt auf die Person. Das Porträt wirkt nach innen gekehrt, der Künstler zeigt sich in nachdenklicher Haltung.
Technik
Radierung auf gewebtem Papier, ausgeführt im ersten von vier Zuständen. Die Radiertechnik erlaubt feine Linien und Schraffuren, die hier Kleidung und Gesichtszüge herausarbeiten. Das gewebte Papier sorgt für eine gleichmäßige Oberfläche beim Druck.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)