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Schauspielerinnen in ihren Ankleideräumen

Originaltitel: Actresses in Their Dressing Rooms

Künstler
Edgar Degas
Datierung
1879–80
Technik
Etching and aquatint; fourth state of five
Maße
sheet: 8 7/8 x 12 5/16 in. (22.5 x 31.2 cm) plate: 6 5/16 x 8 3/8 in. (16 x 21.2 cm)
Herkunft
H. O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H. O. Havemeyer, 1929

kurzbeschreibung

Um 1879–80 entstand diese Radierung mit Aquatinta von Edgar Degas. Zu sehen sind zwei Schauspielerinnen in einem Umkleideraum des Theaters: Die eine sitzt und kämmt ihr Haar, die andere steht mit einem Kleidungsstück in der Hand; beide werden über einen Spiegel erfasst.

Beschreibung

Auf der linken Seite sitzt eine Frau gelassen auf einem Stuhl und führt eine Bürste durch ihr Haar, den Blick in den Spiegel gerichtet; ihr Kleid gibt Schultern und Arme frei. Rechts steht die zweite Frau, hält ein Kleidungsstück und mustert sich ebenfalls im Spiegel; ihr Kleid hebt die Taille hervor. Der Raum wirkt karg, mit Vorhängen und einer Tür im Hintergrund. Von links fällt Licht ein und legt Schatten auf Wand und Figuren. Der Bildaufbau ist asymmetrisch, die Farbigkeit auf Grautöne beschränkt, die Details sind realistisch, die Textur zeigt impressionistische Züge.

Kontext

Degas widmete sich in dieser Zeit intensiv dem Ballett- und Theatermilieu, das er immer wieder aufgriff. Die Radierung liegt in fünf Zuständen vor; der hier gezeigte vierte Zustand belegt, dass Degas die Platte mehrfach überarbeitete. Das Motiv der Schauspielerinnen in ihren Ankleideräumen gehört zu einer Folge, die das Geschehen hinter der Bühne festhielt. Degas suchte nach ungestellten, vertrauten Augenblicken jenseits der öffentlichen Vorstellung.

Wirkung

Die monochrome Grautonpalette und die weichen Übergänge der Aquatinta verleihen dem Blatt eine ruhige, intime Stimmung. Indem die Figuren im Spiegel erscheinen, entsteht eine subtile Unschärfe zwischen Wirklichkeit und Abbild, die den Betrachter in die private Szene hineinzieht. Der asymmetrische Aufbau und die entspannten Haltungen wirken beiläufig und zugleich präzise beobachtet.

Technik

Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine Radierung mit Aquatinta, einem Verfahren, bei dem die Platte mit Säure geätzt wird, um Tonwerte zu erzeugen. Die Aquatinta erlaubt feine Graustufen, während die Radierung die Linien für die Konturen liefert. Dass der vierte von fünf Zuständen vorliegt, zeigt eine weit fortgeschrittene Überarbeitung der Platte und verweist auf einen experimentellen Arbeitsprozess.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)