Bücherregale, Studie zu „Edmond Duranty“
Originaltitel: Bookshelves, Study for "Edmond Duranty"
kurzbeschreibung
Edgar Degas schuf 1879 die Zeichnung „Bücherregale, Studie zu ‚Edmond Duranty‘“, die sich von anderen Vorstudien durch die Konzentration auf das Mobiliar unterscheidet. Ausgeführt in dunkelbrauner Kreide mit weißen Höhungen auf blauem Büttenpapier, das heute beige erscheint, diente sie als Vorarbeit für das Porträt des Schriftstellers Edmond Duranty.
Beschreibung
Auf dem Blatt sind mehrere übereinanderliegende Regale zu sehen, die dicht mit Büchern besetzt sind. Einige Bände liegen verstreut auf dem Boden davor. Dunkle Brauntöne bestimmen die Zeichnung, Schraffuren deuten die Bücher und Regalbretter an. Spärliche weiße Kreideakzente setzen Lichtpunkte. Die Farbigkeit wirkt insgesamt gedämpft, das Papier ist verblasst.
Kontext
Die Studie entstand 1879 im Umkreis von Degas’ Porträt des Schriftstellers und Kunstkritikers Edmond Duranty. Duranty setzte sich für den Naturalismus ein und pflegte einen engen Austausch mit den Impressionisten. Die Bücherregale im Hintergrund des Gemäldes sollten den Intellektuellen in seiner Arbeitsumgebung verorten. Das vorliegende Blatt gehört zu mehreren Vorstudien für dieses Bild.
Wirkung
Eine ruhige, intime Stimmung geht von der Zeichnung aus, die durch die dichte Reihung der Bücher und die zurückgenommene Farbe entsteht. Trotz der skizzenhaften Ausführung verleihen die dunkle Kreide und die weißen Höhungen dem Blatt plastische Tiefe. Der verblasste Papierton ruft einen historischen, leicht nostalgischen Eindruck hervor.
Technik
Degas arbeitete mit dunkelbrauner Kreide, die er auf blauem Büttenpapier mit weißer Kreide höhte. Das Papier hat sich inzwischen zu Beige verfärbt. Die Schraffur ermöglicht eine schnelle, präzise Erfassung der Regalstruktur, während die weißen Höhungen Lichtreflexe auf den Buchrücken andeuten.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)